Sport : Etappe der Rallye Dakar abgesagt Nach tödlichem Unfall pausieren Motorradfahrer

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Nach dem Tod des italienischen Motorradfahrers Fabrizio Meoni am Dienstag auf der elften Etappe der 27. Rallye Dakar gestern der zwölfte Abschnitt in der MotorradWertung abgesagt worden. Damit entsprach die Rallyeleitung dem Wunsch der Motorrad-Piloten. Für Autos und Trucks wird der Abschnitt der Rallye aber gewertet. Die Motorradfahrer wurden zusammen mit ihren Maschinen auf Lastwagen nach Bamako gebracht.

Meoni ist nicht das erste Todesopfer der Rallye: Der spanische Motorradfahrer Jose Manuel Perez erlag am Montag in einem Krankenhaus in Alicante seinen schweren inneren Verletzungen. Der Motorradhersteller KTM, für den Meoni fuhr, hat seinen Piloten nun empfohlen, die Rallye abzubrechen. „Ich bin der Meinung, dass alle KTM-Fahrer nach Hause fahren sollten“, erklärte Sportchef Heinz Kinigadner. Der österreichische Motorradbauer will nach den Unglücksfällen künftige Rallye-Unternehmungen überdenken. „Ich denke, das gesamte KTM-Engagement ist nach diesen zwei Todesfällen in Frage gestellt“, sagte Kinigadner. „Die Rallye abzubrechen ist nicht nur eine Frage der Pietät sondern auch der Sicherheit, denn niemand im Team kann zwei solch tragische Vorfälle einfach so wegstecken.“ dpa/Tsp

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