Euro 2008 : Andrang auf Tickets setzt DFB-Portal lahm

Erwartet haben es wohl viele: Bei der Jagd auf die EM-Tickets gab das Onlineportal des Deutschen Fußball-Bundes kurzfristig seinen Geist auf. Der Ansturm sei "gigantisch" gewesen, meinte Sprecher Uli Voigt.

DFB
Kapitulation: Aufgrund des Andrangs nahm das Portal kurzfristig eine Auszeit. -Foto: dpa

Frankfurt/MainEin Riesenandrang auf die 14.400 freiverkäuflichen EM-Vorrundentickets für die deutsche Mannschaft hat heute zu Beginn der Bestellphase auf der Internetseite des DFB für kleinere Probleme gesorgt. „Diese haben wir aber nach relativ kurzer Zeit behoben und die Besteller sind weitgehend durchgekommen“, erklärte der beim DFB für elektronische Medien zuständige Sprecher Uli Voigt.

Zu Beginn der um 10.00 Uhr gestarteten Bestell-Phase herrschten dennoch teilweise Schwierigkeiten mit dem Server. „Wir wussten, dass viele der Fans möglichst schnell Tickets haben wollen, obwohl auch diejenigen, die im Februar bestellen die gleichen Chancen haben“, betonte Voigt.

Losverfahren unter notarieller Aufsicht

Insgesamt stehen dem DFB 21 765 Karten für die drei Vorrundenspiele gegen Polen (8. Juni), Kroatien (12. Juni) und Mit- Gastgeber Österreich (16. Juni) bei der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz zur Verfügung. 14.400 gehen davon in den freien Verkauf, der ausschließlich über die Internetseite des Verbandes „www.dfb.de“ abgewickelt wird. Über die Zuteilung entscheidet wie schon bei der WM im eigenen Land ein Losverfahren unter notarieller Aufsicht Ende Februar. Das Ticketportal selbst wird in der Nacht vom 12. auf den 13. Februar um 0.00 Uhr geschlossen.

Wann die Bestellungen eingegangen sind, spielt keine Rolle. Bestellt werden dürfen von einer Person höchstens vier Karten. Erneut müssen dabei die eigenen persönlichen Daten und die der jeweiligen Begleitpersonen mitangeben werden. Sollte die deutsche Mannschaft die Gruppenphase überstehen und ins Viertel- und Halbfinale und letztlich ins Endspiel einziehen, werden dem DFB weitere 22 000 Karten zugeteilt. Auch dann gilt: Etwa 70 Prozent gelangen in den öffentlichen, die restlichen 30 Prozent in den internen Verkauf. Die Preise der Karten reichen von 45 bis 550 Euro (Top-Kategorie beim Endspiel in Wien).

„Wir werden mehr Frust als Lust ernten“, befürchtete bereits DFB- Generalsekretär Wolfgang Niersbach. „Bei der WM 1990 waren bis zu 50 000 Fans in Mailand. Diese und noch höhere Zahlen könnten wir leicht erzielen, doch die Stadien sind nun einmal nicht größer. (hu/dpa)

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