Euro 2008 : EM-Finale bringt dem DFB gutes Geld

Trotz des verpassten Europameistertitels war die EM-Endrunde in Österreich und der Schweiz für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein finanzieller Erfolg. Der Gewinn soll sowohl den Bundesligaklubs, als auch gemeinnützigen Aktionen des Verbandes zu Gute kommen.

EM-Finale
Spieler der DFB-Elf nach dem verlorenen EM-Finale gegen Spanien. -Foto: dpa

Frankfurt/MainDie "Bergtour" der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft 2008 ist nach der verpassten sportlichen Krönung zumindest wirtschaftlich ein voller Erfolg geworden. Bei der Endrunde in Österreich und der Schweiz hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einen Überschuss in Höhe von 6,6 Millionen Euro erzielt. Das teilte der DFB in seiner Abschluss-Bilanz mit. "Dieses Ergebnis beweist, dass wir einerseits hervorragende Rahmen- und Arbeitsbedingungen für unser Team geschaffen und trotzdem sehr verantwortungsvoll gewirtschaftet haben", sagte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff.

Der Gewinn wird zwischen dem Verband und der Deutschen Fußball Liga (DFL) geteilt. Zusätzliche Einnahmen winken den Bundesligavereinen, die Spieler zur EM-Endrunde 2008 abgestellt hatten. Die Europäische Fußball-Union Uefa schüttet erstmals 4000 Euro pro Spieler und Tag aus, so dass die Clubs so stark wie noch nie von einer Euro profitieren. Laut Uefa-Mitteilung sollen die Abstellungsgebühren noch in diesem Jahr über die Nationalverbände an die betroffenen Vereine überwiesen werden.

19 Millionen Euro Prämie für das Finale

Grundlage für das satte EM-Plus war der sportlich erfolgreiche Verlauf der Endrunde, bei der die DFB-Auswahl den Titel durch ein 0:1 im Finale gegen Spanien knapp verpasst hatte. Wichtigster Einnahmeposten im EM-Sonderhaushalt des Verbandes sind die Prämien in Höhe von 19 Millionen Euro, die die Uefa an den DFB für das Erreichen des Endspiels ausschüttete.

Die größten Positionen bei den Ausgaben stellen die Erfolgsprämien in Höhe von 150.000 Euro pro Spieler für das Erreichen des Finals dar. Hinzu kommen die Kosten für Hotels, Flüge und alle weiteren organisatorischen Maßnahmen vor und während des Turniers.

Der DFB-Anteil des Überschusses in Höhe von 3,3 Millionen Euro wird für gemeinnützige Aktionen zugunsten des Amateurfußballs verwendet. Der größte Betrag fließt in die Umsetzung der Aktion DFB-Mobil, mit der im Rahmen der Vereinskampagne gezielt ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort geschult werden sollen. (leu/dpa)

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