Euro 2008 : Löw nominiert EM-Kader - faustdicke Überraschung

Bundestrainer Jogi Löw hat den Kader für die EM in Österreich und der Schweiz bekannt gegeben. Torhüter Timo Hildebrand muss zu Hause bleiben und René Adler darf stattdessen mitfahren. Aber auch eine Nominierung im Mittelfeld sorgt für Furore.

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Tief enttäuscht. Timo Hildebrand muss zu Hause bleiben. -Foto: dpa

Garmisch-PartenkirchenMit Torwart René Adler und gleich drei Bundesliga-Aufsteigern, aber ohne den kurzfristig gestrichenen Timo Hildebrand startet die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in die EM-Vorbereitung. Bundestrainer Joachim Löw nominierte am Freitag auf der Zugspitze insgesamt 26 Spieler in sein vorläufiges Aufgebot für das Turnier in Österreich und der Schweiz, darunter auch die Zweitligisten Oliver Neuville und Marko Marin von Borussia Mönchengladbach sowie Patrick Helmes vom 1. FC Köln. Bis zum 28. Mai muss er den Kader noch auf die EM-Größe von 23 Akteuren reduzieren. Löw ist damit seit Franz Beckenbauer 1990 der erste Nationalmannschafts-Coach, der noch Spieler aus seinem Aufgebot streichen wird.

Überraschend verzichtete Löw auf Hildebrand. Der Torwart des FC Valencia war 2004 und 2006 als dritter Schlussmann bei EM und WM dabei und galt bislang als Nummer zwei hinter Jens Lehmann. Nun bilden Jens Lehmann, Robert Enke und René Adler das Torwart-Trio. Das Rennen um den fünften Platz im Sturm ließ Löw offen und nominierte Routinier Neuville und Jungstar Helmes. In dem 19-jährigen Marko Marin holte Löw auch einen Neuling in sein Aufgebot. David Odonkor von Betis Sevilla, 2006 der Überraschungsmann im WM-Aufgebot, gehört auch zum vorläufigen Kader wie der Bremer Tim Borowski, der zuletzt nicht mehr zum DFB-Team gehört hatte.

Am Montag reist der DFB-Tross ins Trainingslager nach Mallorca. Vor dem ersten EM-Spiel am 8. Juni in Klagenfurt gegen Polen stehen noch die Testspiele gegen Weißrussland (27. Mai/Kaiserslautern) und Serbien (31. Mai/Gelsenkirchen) an. Die weiteren EM-Gruppengegner sind Kroatien am 12. Juni in Klagenfurt und Co-Gastgeber Österreich am 16. Juni in Wien. (ae/dpa)

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