Euro 2008 : Zum Glück gibt’s die Kleinen noch

Die Niederlande qualifiziert sich durch einen glorreichen 1:0-Erfolg über den Fußball-Zwerg Luxemburg. Und Mathias Klappenbach freut sich auf eine EM (fast) ohne Außenseiter.

Mathias Klappenbach
Strasser
Auch Luxemburgs Profi Jeff Strasser (oben) kann das einzige Tor der "Oranje" nicht verhindern. -Foto: AFP

Die Sensation war möglich, allein deshalb wurde das Qualifikationsspiel Schottland – Italien live im ZDF übertragen. Und der Kommentator schrie laut „Jaaa!“, als ein Kopfball der Schotten schon fast im Tor war. Doch auf der Linie stand noch ein Italiener, und so qualifizierte sich schließlich der Weltmeister für die Europameisterschaft. Wie all die anderen Favoriten.

Denn es gibt sie doch noch, die Kleinen. Sicher ist der Abstand zu den Großen geringer geworden – deswegen war die Qualifikation auch so interessant –, und mit dem Außenseiter mitzufiebern kann Spaß machen, selbst wenn er fußballerisch so limitiert ist wie die Schotten. Am Ende ist es aber gut, dass sie nicht dabei sind, sondern Italien, Frankreich sowie Spanien, Kroatien und die Niederlande. Die siegte grandios 1:0 gegen Luxemburg. Zum Glück. Und am Mittwoch kommen hoffentlich noch Portugal, Schweden, die Türkei und England hinzu. Ab jetzt darf man sich auf eine tolle Europameisterschaft freuen, weil auch Polen und Rumänien zu den Größeren zählen und außer Co-Gastgeber Österreich kein Schwächling am Turnier der Besten teilnehmen darf.

Eine solche EM ist kaum schlechter besetzt als eine Weltmeisterschaft, jedes Spiel verspricht Spannung und hochklassigen Fußball. Das will man sehen, und für Menschen, die unbedingt einem Außenseiter ihre Sympathie geben wollen, wird es auch dieses Mal irgendein Griechenland geben.

Diese EM wird eine echte EM, weil auch das große England dabei sein wird. Und sicher früh ausscheidet.

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