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Euroleague : Alba Berlin verliert gegen Athen

Alba Berlin hat im Kampf um die Play-offs in der Basketball-Euroleague einen Rückschlag hinnehmen müssen. Gegen Panathinaikos Athen unterlagen die Berliner nach einer starken ersten Halbzeit noch mit 59:65 (29:22).

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Berlins Jamel McLean weist seine Mannschaft während des Spiels zurecht.
Berlins Jamel McLean weist seine Mannschaft während des Spiels zurecht.Foto: dpa

In der 13. Spielminute rief Alba Berlins Hallensprecher Tom Böttcher plötzlich „Willkommen, Jonathan Tabu“ in sein Mikrophon. Der Belgier, der wegen einer Brustmuskelverletzung die bisherige Saison der Berliner verpasst hatte, war erstmals entschlossen zum Korb gezogen und hatte den Ball trotz eines Fouls in den Korb gelegt. Es waren die ersten zwei Pflichtspiel-Punkte von Jonathan Tabu für Alba Berlin, doch es sollten auch seine einzigen bleiben. Überhaupt hatte er sich vor 10 981 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof eine schlechte Gelegenheit für sein Heimdebüt ausgesucht. Alba Berlin unterlag aufgrund einer schwachen zehnminütigen Phase in der zweiten Halbzeit dem europäischen Spitzenklub Panathinaikos Athen mit 59:65(29:21). „Wir haben es selber aus der Hand gegeben“, ärgerte sich Sportdirektor Mithat Demirel, „auf diesem Niveau wird eben jeder Fehler bestraft.

Nach der vierten Niederlage im sechsten Spiel der Zwischenrunde sind Albas Chancen auf ein Weiterkommen ins Viertelfinale der Euroleague stark gesunken. „Das ist bitter“, sagte Niels Giffey, „wir haben dieses Spiel einfach dumm abgegeben.“ Er machte die Offensivrebounds der Griechen in der zweiten Halbzeit für die Niederlage verantwortlich. Dabei hatte sein Team in der ersten Hälfte die Körbe sogar dominiert.

Alba kassierte viertelübergreifend eine 4:20-Serie

Beide Teams hatten zunächst schwer ins Spiel gefunden. Erst mit der Einwechslung von Alex Renfroe (10 Punkte) im Aufbau und Reggie Redding (11) auf dem Flügel kam mehr Struktur in das Spiel der Berliner, die das Spiel im ersten Viertel (13:13) ausgeglichen gestalten konnten. Im zweiten Viertel setzte sich die größere Entschlossenheit der Berliner durch. Überraschenderweise fingen sie im ersten Durchgang zwölf Rebounds mehr als die bis dahin enttäuschenden Griechen. In der Offensive holten die Berliner sogar zehn Rebounds, in einer Szene drei in Folge. Völlig verdient führten sie zur Pause mit 29:22, lediglich die drei Fouls gegen Spielmacher Clifford Hammonds musste ihnen Sorgen bereiten.

Nach der Pause brachten Jamel McLean (11 Punkte) und Alex King die Berliner mit einem Dreipunktewurf erstmals zweistellig in Führung: 41:31. Doch anschließend funktionierte nicht mehr viel bei Alba Berlin. Der Griechische Meister erhöhte seine Intensität in der Verteidigung und kam nach sechs Ballgewinnen im dritten Viertel zu vielen leichten Punkten. Negativ ragte Leon Radosevic (9 Punkte) heraus, der sich sieben Ballverluste leistete. Auch traf nun der inzwischen 34 Jahre alte und schon leicht ergraute griechische Starspieler Dimitrios Diamantidis (10 Punkte) besser. Mit Gleichstand ging es in das letzte Viertel: 45:45.

Das Momentum aber war schon auf Seiten der Griechen gekippt, Alba kassierte viertelübergreifend eine 4:20-Serie und lag plötzlich 45:51 in Rückstand. Die Berliner trafen gegen die aufmerksame Verteidigung fast keine Würfe mehr und mussten sich jeden einzelnen Punkt mühsam an der Freiwurflinie verdienen. Als Alba knapp drei Minuten vor dem Ende mit elf Punkten zurücklag, schien die Niederlage fast schon besiegelt. Doch plötzlich besannen sich die Berliner, angetrieben von Alex Renfroe, ihres Kampfgeistes und machten die Partie mit einer 7:0-Serie in den letzten zwei Minuten (57:61) noch einmal spannend. Reggie Redding vergab jedoch 33 Sekunden vor dem Ende einen Dreipunktewurf und beging im nächsten Angriff einen Schrittfehler. Das Spiel war gelaufen.

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