Euroleague im Basketball : Alba: Entspannt gegen Fanatiker

Alba hofft am Donnerstag im Spiel gegen Roter Stern Belgrad auf das Erreichen des Viertelfinales in der Euroleague - und natürlich auf Ruhe auf den Rängen in der Arena am Ostbahnhof.

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Hier auch mal angespannt. Reggie Redding von Alba (re.) im Spiel gegen Istanbul.
Hier auch mal angespannt. Reggie Redding von Alba (re.) im Spiel gegen Istanbul.Foto: dpa

Reggie Redding ist ein tiefenentspannter Vertreter der Spezies Profi-Basketballer. Seine tiefe, langsame Sprechweise könnte man, je nach Sichtweise, als cool oder schläfrig bezeichnen. Aber etwas macht den Flügelspieler von Alba Berlin dennoch wütend, auch wenn die Stimme unverändert ruhig bleibt. „Wenn die Leute mich fragen, wie wir es so weit geschafft haben, dann finde ich das respektlos“, sagt der US-Amerikaner, „mich überrascht es überhaupt nicht.“

Redding meint die Situation, dass Alba nach elf von 14 Zwischenrundenspielen tatsächlich noch Chancen hat, das Viertelfinale der Euroleague zu erreichen. „Wir haben gute Spieler und hätten sogar noch einige Spiele mehr gewinnen können.“

Mit fünf Siegen hat Alba eine Partie weniger gewonnen als Panathinaikos Athen. Um den Gruppenvierten noch zu überholen, „müssen wir alle drei restlichen Spiele gewinnen“, sagt Berlins Topscorer, das sei durchaus möglich. Am heutigen Donnerstag treffen die Berliner daheim auf Roter Stern Belgrad (20.15 Uhr, kostenpflichtig bei Sport1). Es folgt das direkte Duell in Athen und das letzte Gruppenmatch gegen Maccabi Tel Aviv.

„Wir haben jetzt schon mehr erreicht, als alle erwartet hätten“, nimmt Trainer Sasa Obradovic den Druck von seinen Spielern. Angst und Sorge streiten die Profis auf Nachfrage ab, obwohl es beim Heimspiel gegen Galatasaray

Istanbul zuletzt Ausschreitungen der Gästefans gab.

Die Belgrader Fans genießen ebenfalls den Ruf, etwas weniger tiefenentspannt zu sein als Reggie Redding. „Sie sind auch sehr fanatisch“, weiß Obradovic über seine serbischen Landsleute zu berichten, „es werden eine Menge Leute kommen, die in Deutschland wohnen.“ Aber da die Gäste nur noch theoretische Chancen auf die nächste Runde haben „wird ihre Leidenschaft nicht ganz so hoch sein“. Der Hallenbetreiber fühlt sich jedenfalls gewappnet. „Wir kennen nach dem Spiel gegen Istanbul nun die Abläufe und sind vorbereitet“, sagt Moritz Hillebrand, Sprecher der Anschutz Entertainment Group (AEG), ohne auszuführen, wie. Mehr Polizei wird wohl nicht vor Ort sein.

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