Europa League : Eintracht Frankfurt in Topbesetzung nach Porto

Europapokal statt Abstiegskampf! Eintracht Frankfurt will international weiter für Furore sorgen. Dafür setzt Trainer Armin Veh anders als zuletzt in der Liga auch wieder auf sein bestes Personal.

Frankfurts Alexander Meier war im Abschlusstraining gut drauf.
Frankfurts Alexander Meier war im Abschlusstraining gut drauf.Foto: dpa

Keine Angst vor großen Namen! Anders als in der Bundesliga streicht Eintracht Frankfurt auf der internationalen Bühne gegen die Topclubs nicht bereits im Vorfeld die Segel. Während Trainer Armin Veh zuletzt in der Liga in den Spielen bei Bayern München und in Dortmund sein bestes Personal schonte, werden die Hessen an diesem Donnerstag (21.05 Uhr/Kabel Eins und Sky) im Hinspiel der Europa-League-Zwischenrunde beim 27-maligen portugiesischen Meister FC Porto in Topbesetzung antreten. „Man hat immer eine Chance. Diese wollen wir, anders als zuletzt in Dortmund, mit der besten Mannschaft wahrnehmen“, sagte Veh am Mittwochabend im Kinosaal ähnlichen Pressekonferenzraum des Estádio do Dragão.

Zwar liegt der Fokus bei den Frankfurtern nach wie vor auf dem Klassenverbleib in der Bundesliga, doch rund um die beiden richtungsweisenden Heimspiele gegen Werder Bremen am Sonntag und eine Woche später gegen den VfB Stuttgart wollen die Hessen international für Furore sorgen. „Das wird ein Highlight-Spiel. Darauf hat jeder richtig Bock“, sagte Verteidiger Bastian Oczipka.

Vorstandsboss Heribert Bruchhagen gab sich am Mittwochvormittag vor dem Abflug mit der Sondermaschine LH 342, die ausgerechnet nach der Nachbarstadt Offenbach benannt war, gelassen. „Es gibt keine Anspannung, das ist absolute Entspannung“, sagte Bruchhagen, „die K.o.-Runde in der Europa League ist für uns die absolute Kür.“ Die klaren Niederlagen gegen die beiden deutschen Topclubs haben sie am Main längst abgehakt, Verantwortliche und Spieler denken lieber an die vielversprechenden Auftritte in der bisherigen Europa-League-Saison. Als Gruppenerster marschierte die Eintracht in das 1/16-Finale, so dass sie im entscheidenden Rückspiel in einer Woche sogar den Vorteil des Heimrechts genießt.

Doch zunächst einmal geht es für den Zwölften der Bundesliga darum, sich beim Tabellenzweiten der portugiesischen Liga eine gute Ausgangslage zu verschaffen. An Bord war deshalb auch alles, was bei den Frankfurtern Rang und Namen hat. Sebastian Rode und Carlos Zambrano, beide in Dortmund zur Schonung nicht im Kader, flogen ebenso mit in die Hafenstadt wie die zuletzt verletzten Pirmin Schwegler, Tranquillo Barnetta und Johannes Flum.
Ob Kapitän Schwegler, den eine schmerzhafte Rippenverletzung plagt, von Beginn an spielt, ließ Veh am Abend vor der Partie offen.

„Es ist kein schlechtes Zeichen, dass er mit dabei ist. Ob er spielt, werde ich aber kurzfristig entscheiden“, sagte der Frankfurter Trainer. Am Abschlusstraining nahm Schwegler teil.

Ungeachtet der Ungewissheit um den Schweizer herrscht bei den Hessen große Zuversicht. Der Trip nach Porto glich einem Familienausflug, fast alle Spielerfrauen und sogar einige Kinder begleiteten die Eintracht. Veh gab sich dementsprechend gelöst und scherzte immer wieder mit der Dolmetscherin, die sich extra mit einigen YouTube-Videos von Veh auf die Fragerunde vorbereitet hatte.

Auch Bruchhagen wirkte entspannt. „Wer in Leverkusen 1:0 gewinnen kann, der ist auch in der Lage, in Porto ein Ergebnis zu erzielen, das uns im Rückspiel alle Chancen lässt.“ Favorit bleibt aber der FC Porto, auch wenn der Serienmeister seine schwächste Saison seit langem spielt und in der Champions League Atlético Madrid und Dortmunds Achtelfinal-Gegner Zenit St. Petersburg den Vortritt lassen musste. „Jetzt wollen wir in der Europa League eine gute Figur abgeben“, kündigte der kolumbianische Stürmerstar Jackson an. (dpa)

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