Europa League : HSV verpasst den Gruppensieg

Der Hamburger SV hat sein letztes Gruppenspiel in der Europa League bei Hapoel Tel Aviv verloren. Damit sicherten sich die Israelis auch den Sieg in Gruppe C vor dem Bundesligisten.

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Vergeblich gekämpft. Robert Tesche (r.) wird von Zurab Menteshashvili attackiert. Am Ende behielt Hapoel im Gruppenendspiel um...Foto: AFP

Durch eine 0:1-Niederlage bei Hapoel Tel Aviv hat der Hamburger SV den Sieg in der Europa-League-Gruppe C verpasst. Vor 14.500 Zuschauern im ausverkauften Bloomfield-Stadion von Tel Aviv erzielte Samuel Yeboah das Tor des Tages für den zwölfmaligen israelischen Meister, der sich durch den Sieg in der Tabelle noch am HSV vorbei auf Platz eins schob.

Vor dem Spiel hatte Hamburgs Trainer Bruno Labbadia noch erklärt: "Wir wollen unbedingt den Gruppensieg". Doch sein Team begann zunächst verhalten. Labbadia hatte im Vergleich zum Nürnberg-Spiel auf insgesamt fünf Positionen umgestellt. So durften sich angesichts des Nordderbys am Sonntag gegen Werder Bremen unter anderem Kapitän David Jarolim und Torhüter Frank Rost schonen. Mladen Petric hingegen lief wieder von Beginn an auf und spielte die 90 Minuten durch.

Rost-Ersatz Wolfgang Hesl musste bereits nach einem Schuss von Samuel Yebaoh in der 6. Minute sein Können unter Beweis stellen. Auch in der Folge zeigten sich die Hamburger bei schnellen Angriffen der Gastgeber nicht immer voll konzentriert. Aus einem Stellungsfehler von Marcell Jansen resultierte in der 23. Minute auch das Führungstor. Weil sich der Linksverteidiger der Hamburger nach einem weiten Pass verschätzte, traf Samuel Yeboah aus neun Metern ins Tor. Die größte Gelegenheit für den Bundesligisten vor der Pause vergab Marcus Berg sechs Minuten später. Der Schwede wurde von Mladen Petric links freigespielt, scheiterte mit einem 15-Meter-Schuss aber an Hapoel-Keeper Vincent Enyeama.

Labbadia reagierte auf die einfallslose Vorstellung seiner Mannschaft und brachte nach dem Wechsel Eljero Elia und Tunay Torun. Das gab dem Spiel der Hamburger neuen Schwung. Vor allem Elia war auf der linken Seite kaum zu bremsen. So erspielte sich der HSV nun zahlreiche Gelegenheiten, doch Tesche (56.), Torun (57.) und Elia selbst (59.) vergaben genauso wie Berg in der Schlussphase. Tel Aviv beschränkte sich letztlich erfolgreich auf die Verteidigung des knappen Vorsprungs. Der HSV muss bei der Auslosung der Zwischenrunde am Freitag als Gruppenzweiter nun mit Gegnern vom Kaliber Juventus Turin oder FC Valencia rechnen. (Leo)

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