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Europa League : Schalke schlägt Haifa bei Stevens-Rückkehr

Im ersten Spiel nach seinem Comeback als Schalke-Trainer darf sich Huub Stevens über einen 3:1-Sieg in der Europa League gegen Maccabi Haifa freuen. Linksverteidiger Christian Fuchs ist mit zwei Treffern der Mann des Tages.

Richard Leipold
Christian Fuchs bringt Schalke mit seinem Freistoßtreffer zum 2:1 auf die Siegerstraße.
Christian Fuchs bringt Schalke mit seinem Freistoßtreffer zum 2:1 auf die Siegerstraße.Foto: dapd

Huub Stevens feierte mehr als neun Jahre nach seinem Abschied aus Gelsenkirchen sein Comeback auf der Trainerbank des FC Schalke 04 – standesgemäß in einem Europapokalspiel. Auf der internationalen Bühne hatte der Niederländer 1997 die „Eurofighter“ zum Gewinn des Uefa-Cups und damit zum größten Erfolg der Schalker Vereinsgeschichte geführt. Beim 3:1 gegen Maccabi Haifa erinnerte allerdings nichts an glorreiche Zeiten. Der Erfolg im zweiten Spiel der Europa-League-Gruppe J war ein Arbeitssieg.

Für Schalke trafen Christian Fuchs (8./66. Minute) und Manuel Jose Jurado (82.). Idan Vered hatte zwischendurch für die Israelis den Ausgleich geschossen (35.). „Es waren Momente dabei, mit denen man nicht zufrieden sein“, sagte Stevens, dessen Elf in der Defensive einige Schwächen offenbarte. „Aber wenn man so offensiv spielt wie wir, kann man in der Defensive auch mal einen Fehler machen. Es ging in dieser frühen Phase darum zu siegen, das haben wir getan.“ Dank der drei Punkte übernahm Schalke von Maccabi Haifa die Tabellenspitze in der Gruppe.

In eine weiße Trainingsjacke gewandet, konnte Stevens zunächst den Eindruck gewinnen, es laufe von Anfang an alles nach Plan. Nach Doppelpass mit Klaas-Jan Huntelaar nutzte Verteidiger Fuchs die erste Chance zum Führungstreffer. Wenig später ertönte auf den Rängen das alte Eurofighter-Lied, das vor vierzehn Jahren 1997 den Soundtrack zum Titelgewinn gebildet hatte. Doch der Song und der Trainer von einst animierten Schalke zunächst nicht dazu, den scheinbar harmlosen Gegner schon im ersten Durchgang energischer in die Schranken zu weisen. Nur ab und zu wirkte die Heimelf so zielstrebig wie bei Rauls Chance, die nach einer halben Stunde Draxlers feiner Vorarbeit entsprang. Zehn Minuten vor der Pause stand – entgegen Stevens’ Credo nicht einmal mehr die Null bei Schalke. Im Nachschuss erzielte Vered den Ausgleich, nachdem Torhüter Ralf Fährmann dessen ersten Versuch noch abgewehrt hatte.

Auch nach dem Seitenwechsel gerieten die Vorstöße des Bundesligisten zuweilen zähflüssig. Der Europa-Evergreen war verstummt, dafür begleiteten mitunter Pfiffe die Angriffsversuche. Aber auch ohne Glanz und Gloria kam Schalke letztlich entscheidend voran. Zwei Minuten nachdem Jefferson Farfan den Pfosten getroffen hatte, wandte sich Fuchs seiner Spezialität zu und wuchtete einen Freistoß ins Tor. Nach der abermaligen Führung blieb Schalke überlegen, strahlte aber in der Defensive nicht die Sicherheit aus, die sich die Fans erhofft hatten. Die engagierte Offensivleistung reichte letztlich, um die Partie zu gewinnen. Während Huntelaar mit einem Kopfball nur die Latte traf, baute Einwechselspieler Jose Manuel Jurado mit einem dynamischen Alleingang den Vorsprung aus und bereitete dem Zittern ein Ende.  

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