Europa League : Sieg in letzter Sekunde für Leverkusen

Arturo Vidal rettet Bayer Leverkusen: Der Chilene erzielte in der 90. Minute den 1:0-Siegtreffer gegen Aris Saloniki. Nun hat Bayer gute Chancen auf das Erreichen der K.o.-Runde.

Glücksgefühl. Arturo Vidal (r.) jubelt nach seinem entscheidenden Tor.
Glücksgefühl. Arturo Vidal (r.) jubelt nach seinem entscheidenden Tor.Foto: dpa

Arturo Vidal hat Bayer Leverkusen nach einer dürftigen Leistung doch noch das Tor zur K.o.-Runde in der Europa League ganz weit aufgestoßen. Der Chilene erzielte am Donnerstag in der 90. Minute das Siegtor zum 1:0 (0:0) für den Fußball-Bundesligisten gegen Aris Saloniki. Vor 18 265 Zuschauern hatte sich zuvor eine erneute trostlose Nullnummer gegen die unbequemen Kontrahenten angedeutet. Eine gar drohende Niederlage gegen den dreifachen griechischen Meister verhinderten der starke Torwart René Adler und Vidal mit seinem Last-Minute-Treffer aus kurzer Distanz.

Trotz des dürftigen Auftritts haben die in dieser Europapokal-Saison ungeschlagenen Leverkusener als Tabellenführer mit acht Punkten in den noch ausstehenden zwei Gruppenspielen bei Rosenborg Trondheim und gegen Atletico Madrid beste Chancen, die Ausscheidungsrunde zu erreichen.

Eine unliebsame Überraschung gab es für die Bayer-Profis gleich nach dem Anpfiff. Die für ihre Auswärtsschwäche bekannten Griechen zeigten in der Fremde keine Angst. Im Gegenteil: Toni Calvo (11. Minute) hätte nach einem Patzer von Stefan Reinartz mit einem Heber aus 40 Metern fast die Gästeführung erzielt. Adler musste sich mächtig strecken, um ein Gegentor zu verhindern. In der heimischen Liga hat es Aris in acht Spielen bisher nur auf fünf Tore gebracht.

Langezeit unansehnlich. Das Spiel von Leverkusen gegen Saloniki
Langezeit unansehnlich. Das Spiel von Leverkusen gegen SalonikiFoto: dpa

Leverkusens „A-Minus-Auswahl“ mit den überraschend von Heynckes aufgebotenen Burak Kaplan und Nicolai Jörgensen konnte in der ersten Halbzeit das Spiel nicht wie erhofft bestimmen. Zu wenig wurde über die Flügel agiert. „Es sind einige junge Spieler dabei, aber sie haben es verdient zu spielen“, begründete der Trainer seine Auswahl - revidierte seine Entscheidung aber zur Halbzeit.

Simon Rolfes und Eren Derdiyok wurden für die zweite Hälfte eingewechselt. Nach einer Stunde kam auch noch Tranquillo Barnetta, der zuvor wie seine Stammkraftkollegen eine Erholungspause auf der Ersatzbank bekommen hatte, auf der erstmals seit seiner Verletzung vor einem Monat auch Renato Augusto saß.

Da das Spiel nicht so recht in Fluss kam, versuchte es Vidal schon vor den Wechselspielen mit Gewalt. Sein strammer Schuss aus 25 Metern krachte in der 26. Minute aber an die Latte. Zuvor war Lars Bender schmerzhaft mit Ricardo Faty zusammengeprallt, hielt aber trotz Platzwunde am Kopf bis zum Pausenpfiff durch.

Kurz vor der Pause war wieder Adler gefordert, der einen 20-Meter-Schuss von Juan Carlos Toja (44.) abwehren konnte. Trotz der namhaften Verstärkung stand der Schlussmann auch nach der Pause wieder im Fokus und klärte hervorragend gegen Javito (51.) und Deividas Cesnauskis (61.). Leverkusen vergab durch Patrick Helmes (68.) und Barnetta (73.) zunächst gute Gelegenheiten - doch dann schlug Vidal noch zu. (dpa)

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