Europa League : Unruhe in Wolfsburg

In der Autostadt brodelt die Gerüchte-Küche. Doch vor dem Fulham-Spiel bleibt nicht nur die Trainerfrage weiter offen.

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Alles nur interim. Köstner soll nicht mehr lange VfL-Trainer bleiben. Foto: ddpddp

Sein hartnäckiges Schweigen verbreitet Unruhe. Dieter Hoeneß lässt sich nicht entlocken, wer der neue Trainer des VfL Wolfsburg in der kommenden Saison wird. „Wir werden unsere Entscheidung in aller Ruhe treffen“, sagt der VfL-Manager. Die vielen Namen aus der Gerüchteküche, zu denen Gerard Houllier, Markus Babbel und Matthias Sammer zählen, mag Hoeneß nicht kommentieren. Den Fakt, dass Ralf Rangnick mit der TSG Hoffenheim erst im Sommer über eine Vertragsverlängerung reden möchte, auch nicht. Es liegt vorerst an den Spielern des VfL selbst, mit einem Erfolgserlebnis im heutigen Hinspiel des Europa-League-Viertelfinals beim FC Fulham (21.05 Uhr, live bei Kabel Eins) für eine Perspektive zu sorgen.

Die Saison kann für den Deutschen Meister eigentlich nur noch mit dem Europa-League-Titel versöhnlich enden. „Das wäre ein ganz großes Ding“, sagt Mittelfeldspieler Christian Gentner. Er allerdings hat seine Konsequenzen aus der Wolfsburger Misere längst gezogen und wechselt zum VfB Stuttgart.

Wie stark die offenen Fragen die Wolfsburger ablenken, wird sich heute zeigen. Der FC Fulham hat Juventus Turin mit einem beachtlichen 4:1-Heimsieg aus der Europa League befördert. Angesichts der Heimstärke des Londoner Klubs hoffen die Wolfsburger auf die nächsten Glanztaten von Edin Dzeko. Aber der treffsichere Stürmer leidet unter einer Reizung im linken Knie. Und er wird ständig von der Frage verfolgt, zu welchem Verein von internationalem Format er wechselt. Der zurückhaltende Bosnier schweigt darüber, drängt aber zu einer Entscheidung in der Trainerfrage. „Alle von uns wollen wissen, wer der neue Mann wird. Ich hoffe, dass bald eine Entscheidung fällt“, sagt Dzeko. Die Frage, ob die Trainer-Personalie Einfluss auf seinen erwarteten Wechsel haben kann, beantwortet er allerdings so: „Ich glaube nicht.“

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