Sport : Europa mit Hannover

2:1 gegen Kaiserslautern – die Niedersachsen spielen auch nächste Saison international.

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Zwei für Europa. Mohammed Abdellaoue (links) und Didier Ya Konan spielen mit Hannover 96 in der kommenden Saison wieder international. Foto: dapd
Zwei für Europa. Mohammed Abdellaoue (links) und Didier Ya Konan spielen mit Hannover 96 in der kommenden Saison wieder...Foto: dapd

Es ging mit einem Kraftakt zu Ende. Und es dauerte nach dem hart erkämpften 2:1 (1:1)-Erfolg gegen den Absteiger eine ganze Weile, bis die letzte Anspannung von den Spielern abgefallen war. Hannover 96 gelang ein schwerfälliger Abschluss einer starken Bundesligasaison. Aber dank des Heimsieges gegen den 1. FC Kaiserslautern wurde das große Ziel erreicht. Ein Kopfballtor von Didier Ya Konan hatte vor 49 000 Zuschauern die letzten Zweifel am erneuten Einzug in die Europa League beseitigt. „Diesen Erfolg sollte man nicht mit anderen Themen und Problemen überlagern“, sagte Hannovers Präsident Martin Kind, der immer noch darum kämpft, seinen abwanderungswilligen Sportdirektor Jörg Schmadtke zu halten.

Die große Party, auf die sich alle mit wunderbaren Choreographien und voller Sehnsucht auf europäischen Fußball vorbereitet hatten, musste sehr früh eine Spaßbremse verkraften. Das bereits abgestiegene Team aus Kaiserslautern hatte spielerisch ansehnlich und frei von jeglichen Zwängen munter begonnen. „Wir haben noch einmal alles für diesen Verein gegeben“, fand FCK-Kapitän Mathias Abel, während sein Trainer Krassimir Balakov zu dem Fazit kam, „dass wir alle versagt haben“. Ein gekonnter Distanzschuss von Pierre de Wit, der im Torwinkel gelandet war, hatte Kaiserslautern früh in Führung gebracht und war ein Schock für den Gastgeber. Hannover spielte zum Abschluss einer Saison, in der die Niedersachsen kein einziges Heimspiel verloren haben, zunächst verkrampft und unglücklich auf. Was auch immer sie versuchten – es ging gründlich schief.

Die Beine der 96-Profis waren noch frisch. Dass die Elf von Trainer Mirko Slomka im Kampf um den Verbleib auf dem 7. Tabellenplatz lange Zeit verkrampfte, war eher ein Problem des Kopfes. Alle Zwischenstände aus den anderen Bundesligastadien wurden während des Spiels angezeigt – der vom Scheitern des VfL Wolfsburg beim VfB Stuttgart zunächst nicht. Slomka stand während der Partie hadernd und streitend an der Außenlinie und musste lang Zeit machtlos mit ansehen, wie sich sein Team abmühte. Es passte ins Bild, dass es ein Kaiserslauterer Eigentor von Verteidiger Alexander Bugera war, das in dieser turbulenten Partie die Wende zu Gunsten von Hannover 96 einleiten musste.

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