Europaliga-Qualifikation : Für Alba wird es schwierig

Die Basketballer von Alba Berlin unterliegen Maroussi Athen im Hinspiel mit 70:79

BerlinNur 950 Zuschauer verloren sich am Dienstagabend in der Sportarena „Frieden und Freundschaft“ in Piräus. Die Frage, ob noch ein dritter Athener Basketball-Klub in die Europaliga nachrückt, scheint in der griechischen Hauptstadt von nachrangiger Bedeutung zu sein. Die Chancen dafür stehen trotzdem nicht schlecht. Alba Berlin muss sich nach dem 70:79 (38:30) bei Maroussi Athen im Rückspiel am Sonntag (17 Uhr, Großarena am Ostbahnhof) schon deutlich steigern, wenn der Klub nicht in den Eurocup abrutschen will. Die Berliner müssen nun das Rückspiel mit mindestens zehn Punkten Vorsprung gewinnen, um sich für die Europaliga zu qualifizieren. „Am Sonntag müssen wir mehr bringen“, sagt Teammanager Henning Harnisch, „aber ich glaube noch an die Chance.“

Lediglich eine Halbzeit lang konnte Alba in Athen überzeugen. Dank zweier Dreier von Julius Jenkins, der zehn Punkte erzielte, setzten sich die Berliner schnell ab (21:12). Center Blagota Sekulic ließ sich im zweiten Viertel nur noch mit Fouls stoppen und war mit zwölf seiner insgesamt 14 Punkte hauptverantwortlich dafür, dass die Berliner zeitweise mit zehn Punkten in Führung lagen. „Die gute erste Halbzeit hat uns geholfen, eine sehr, sehr schlechte zweite Halbzeit zu kompensieren“, sagt Henning Harnisch.

Denn plötzlich verschärfte Maroussi die Verteidigung. „Wir haben durch die Härte und Aggressivität unseren Rhythmus verloren“, sagt Henning Harnisch. 22 Ballverluste zeugen von Albas Hilflosigkeit in der Offensive. „Da war zu viel Hektik“, moniert der Teammanager. Nach nur drei Minuten im dritten Viertel geriet Alba zum ersten Mal in Rückstand (38:40). Die Berliner konnten Maroussis Centerspieler Dimitrios Mavroeidis (19 Punkte, fünf Rebounds) nicht mehr stoppen. „Er hat exzellent gespielt“, sagte Harnisch, „aber er hat auch zu viele leichte Punkte aus Offensivrebounds bekommen.“ Albas Trainer Luca Pavicevic versuchte es mit einer Auszeit, doch es half nichts, Maroussi konnte sich erstmals absetzen (44:54).

Das dritte Viertel (13:28) verlor Alba deutlich. Erst im letzten Abschnitt machten es die Berliner etwas besser. Durch einen Dunking von Steffen Hamann verkürzten sie in der 37. Minute auf drei Punkte. Um dann aber sofort wieder einen 1:10-Lauf zu kassieren. Alba versuchte anschließend nur noch, die Pleite im erträglichen Rahmen zu halten. „Es wird schwieriger als bei der Niederlage mit einem Punkt in der ersten Runde“, sagt Harnisch, „die Chance ist noch da, aber der Gegner ist besser.“

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