Europas Fußballer des Jahres : Franck Ribéry und der Punkt auf dem "i"

Erstmals seit 17 Jahren ist mit Franck Ribéry vom FC Bayern München wieder ein Spieler aus der Bundesliga zu Europas Fußballer des Jahres gewählt worden. Eine Würdigung.

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Foto: AFP

Stolz nahm Franck Ribéry die Auszeichnung als Europas Fußballer des Jahres entgegen. Es war nicht der erste Pokal, der dem Mann vom FC Bayern in diesem Jahr überreicht wurde. Zuvor hatte Ribéry schon die Champions-League-Trophäe, den DFB-Pokal und die Meisterschale in die Luft gestemmt.

Auch wegen der drei Titel ist die Ehrung als Bester des Kontinents nur gerecht. Ribéry war in der vergangenen Saison der Punkt auf dem „i“ des Bayern-Spiels – und das nicht nur wegen seiner genialen Momente in der Offensive. Seine unter Trainer Jupp Heynckes gezeigte Bereitschaft, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen und nach hinten mitzuarbeiten, machte in den wichtigen Spielen den Unterschied. Und hob ihn letztlich von seinen Kontrahenten Lionel Messi und Cristiano Ronaldo ab.

Ribérys Wahl ist nicht nur eine Wertschätzung seiner Fähigkeiten, sondern steht auch für das gestiegene Ansehen der Bundesliga. Der FC Bayern und Borussia Dortmund trugen mit ihren Auftritten in der Champions League maßgeblich dazu bei. Der deutschen Liga wurde viele Jahre lang die Konkurrenzfähigkeit mit der englischen Premier League und der spanischen Primera Division abgesprochen. Das zeigte sich auch bei den individuellen Auszeichnungen.

Matthias Sammer war 1996 der letzte Spieler aus der Bundesliga, der als Europas Fußballer des Jahres geehrt wurde, einen Weltfußballer aus der Bundesliga gab es bislang noch nie. In den vergangenen Jahren wurde Europas Bester nicht selten auch zum Weltfußballer gewählt. Ribery darf also auf einen weiteren Pokal hoffen. Die Bundesliga auch.

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