Ex-Hertha-Manager : Wolfsburg offenbar mit Dieter Hoeneß einig

Bereits im November wurde über eine Verpflichtung von Dieter Hoeneß beim Deutschen Meister VfL Wolfsburg spekuliert. Nach Tagesspiegel-Informationen ist der Manager mit dem Verein nun einig. Der umstrittene Trainer Armin Veh würde dadurch geschwächt.

Robert Ide
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Neue Aufgabe? Dieter Hoeneß ist als Manager in Wolfsburg im Gespräch. -Foto: dpa

Der ehemalige Hertha-Manager Dieter Hoeneß soll eine hohe Position in der sportlichen Leitung des VfL Wolfsburg bekommen. Hoeneß soll oberhalb der derzeitigen Geschäftsführer Armin Veh, Jürgen Marbach und Wolfgang Hotze platziert werden. Wie der Tagesspiegel aus Vereinskreisen erfuhr, sind sich die Wolfsburger mit Hoeneß weitgehend einig.

Vor allem Trainer Veh bringt das während seines Urlaubs in eine unangenehme Position. Der Trainer, Sportdirektor und Geschäftsführer würde durch eine Hoeneß-Verpflichtung weitgehend entmachtet.

Keine Antwort von Hoeneß

"Ich führe Gespräche in der Bundesliga und werde mich in den nächsten Wochen entscheiden. Es kann aber auch ganz schnell gehen", wird Hoeneß in der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" zitiert. Demnach soll Hoeneß bereits in wenigen Tagen
in Wolfsburg vorgestellt werden.

Der 56-Jährige, der im Sommer bei Hertha BSC seinen Ausstand gegeben hatte, wollte sich auf eine entsprechende Anfrage des Tagesspiegels am Montag zunächst nicht äußern. Bereits Anfang November hatte es Gerüchte über ein Hoeneß-Engagement in Wolfsburg gegeben. "Völliger Quatsch", lautete damals das Dementi von Geschäftsführer Marbach. Der für eine Umstrukturierung der Geschäftsführung zuständige Aufsichtsrat blieb im November hingegen stumm - genau wie am Montag.

"Ich kann mir vieles vorstellen"

Noch am Samstag hat das wichtigste Gremium des Volkswagen-Vereins Veh trotz der mäßigen Vorrunde und des Ausscheidens in der Champions League den Rücken gestärkt. "Armin Veh steht nicht zur Disposition. Er ist Trainer, Sportdirektor und Geschäftsführer", sagte Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia Sanz.

Allerdings gab der mächtigste Mann des Bundesligisten auch eine Antwort, die viel Interpretationsspielraum ließ. Auf die Frage, ob es eine Maßnahme sein könne, Veh jemanden zur Seite zu stellen, sagte er: "Ich kann mir vieles vorstellen."

Ob der im Sommer als Nachfolger von Felix Magath verpflichtete Veh einen solchen Machtverlust hinnehmen würde, ist fraglich. Noch am Donnerstag hatte er zu Gerüchten über einen Sportdirektor gesagt: "Dann hätte ich ja total die Hose unten. Das geht doch nicht,  das muss doch jedem klar sein."

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