Sport : Ex-Herthaner Axel Kruse setzt auf Graciano Rocchigiani

Herr Kruse[was schätzen Sie an Graciano Rocc]

Axel Kruse (32) wurde in Wolgast geboren, spielte bis 1998 für Hertha BSC und schoss in 141 Spielen 30 Tore. Heute ist er Kicker beim Footballteam von Berlin Thunder.

Herr Kruse, was schätzen Sie an Graciano Rocchigiani?

Ich schätze seine Ehrlichkeit und seinen Witz.

Was halten Sie von Dariusz Michalczewski?

Er ist ein guter Schauspieler.

Wie sind sie auf Rocchigiani gekommen, wann haben Sie ihn kennengelernt?

Vor ungefähr zehn Jahren durch das Boxen. Ich war damals auf jeder Boxveranstaltung.

Waren Sie nie ein Fan von Henry Maske?

Nein, nie. Der war mir zu aalglatt.

Was glauben Sie, Herr Kruse, warum macht Rocchigiani immer genau das Gegenteil von dem, was gemeinhin erwartet wird?

Weil er das tut, was er meint und weil er ehrlich ist.

Und warum bliebt dem "Tiger" trotz seiner Leistung eine adäquate Anerkennung versagt ?

Weil Leute merken, ob man ehrlich ist oder einen Rethorikkurs besucht hat. Den kann er aber eigentlich nicht besucht haben, weil er sonst besser Deutsch könnte.

Sind Sie live am Ring?

Nein, heute beginnt auch die Saison der National-Football-League-Europe. Mit meinem Team von Berlin Thunder spielen wir im Berliner Jahnstadion gegen die Frankfurt Galaxy. Danach machen wir aber eine Riesenparty in meiner Berliner Sportsbar in den S-Bahnbögen am Bahnhof Jannowitzbrücke.

Was zieht Sie zum Boxen?

Es ist ein sehr ehrlicher Sport. Du kannst im Ring nicht schummeln.

Was sagt eigentlich ihre Frau dazu?

Gar nichts. Was soll sie dazu sagen. Sie findet das okay.

Wären Sie auch gerne Einzelkämpfer und nicht angewiesen auf die Mitspieler?

Manchmal schon, besonders wenn man von anderen abhängig ist. Manchmal wird man von anderen schon mal in die Scheiße geritten.

Werden Sie eine Wette abschließen?

Brauche ich nicht. Ich bin 1000-prozentig sicher wer gewinnt. Aber jeder der wetten möchte, kann sich gerne bei mir melden. Ich halte alle Einsätze.

Warum könnte Ihr Favorit niemals Fußballprofi werden?

Nein, nein. Er hätte es werden können, weil er gut Fußball spielen kann. Ich würde ihn ins linke Mittelfeld stellen.

In welcher Sportart geht es fairer zu?

Beim Boxen. Wie gesagt, du kannst nicht schummeln. Wenn dich einer trifft, fällst Du um und es ist Schluss.

Würden Sie auch auf dem Spielfeld gerne mal Boxer sein?

Beim Fußball sehr gerne. Auf dem Footballfeld nicht so. Da ist es für mich nicht so gesund.

Wer gewinnt und warum?

Natürlich Graciano. Das hat man schon auf der ersten Pressekonferenz gesehen. Außerdem weil er der bessere Boxer ist, dass hat er in den letzen 17 Jahren gezeigt. Das Gespräch führte Ingo Wolff

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