Exekutivkomitee : Zwanziger kandidiert für Fifa

Theo Zwanziger wird für einen Platz in der Exekutive des Fußball-Weltverbandes Fifa kandidieren. Künftig könnte der 65-Jährige aus Altendiez, der im Sommer überlegte, alles hinzuwerfen, gleich drei Ämter inne haben.

Bald vor noch einem Logo? Theo Zwanziger vor dem Schriftzug des DFB.
Bald vor noch einem Logo? Theo Zwanziger vor dem Schriftzug des DFB.Foto: dpa

Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) strebt im Fifa-Exekutivkomitee die Nachfolge von Franz Beckenbauer an. „Erklärtes Ziel für den DFB muss es sein, unsere Interessen auch weiterhin in den entscheidenden Gremien des Weltfußballs zu vertreten. Daher stelle ich mich der Wahl“, sagte Zwanziger am Freitag nach einer Präsidiumssitzung in Frankfurt am Main.

Für seinen nächsten Karriereschritt muss sich Zwanziger am 22. März in Paris von den Delegierten des Kongresses der Europäischen Fußball-Union (Uefa) wählen lassen. Der Fifa-Kongress wird im Mai in Zürich stattfinden. „Ich bin froh, dass er sich trotz der zusätzlichen Strapazen, die das Amt mit sich bringt, für eine Kandidatur entschlossen hat“, sagte Beckenbauer in einer Pressemitteilung des DFB. „Theo Zwanziger ist die beste Lösung für den deutschen Fußball.“

Beckenbauer hatte seinen Rückzug aus privaten Gründen angekündigt. Zwanziger, der bereits in der Exekutive der Uefa sitzt, hatte es nicht zu einer Nachfolge-Kandidatur gedrängt. Alternativen gab es jedoch keine, vor allem nicht, nachdem Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge („Ich bin kein Verbandsmensch“) abgewunken hatte und ebenfalls Zwanziger empfahl.

„Franz Beckenbauer ist ein weltweit hoch geachteter Repräsentant des deutschen Fußballs, der diese Aufgabe in den vergangenen Jahren hervorragend ausgefüllt hat. Ich bedauere seine Entscheidung, kann sie aber nachvollziehen“, sagte Theo Zwanziger. Er hatte seine Entscheidung Uefa-Präsident Michel Platini und Fifa-Chef Joseph Blatter bereits vor der Sitzung mitgeteilt. Ligapräsident Reinhard Rauball sowie das gesamte DFB-Präsidium haben Zwanziger dem DFB zufolge ihre Unterstützung zugesagt. (dpa)

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