Sport : Experimentieren für den Ernstfall

Die Eisbären empfangen Düsseldorf und können schon mal für die Play-offs üben

Claus Vetter

Der Endspurt vor der Endrunde hat für die Eisbären begonnen. Drei Spiele müssen die Berliner in der Hauptrunde der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) noch absolvieren, dann geht es in die Play-offs. Neun Punkte Vorsprung haben die Eisbären auf den Tabellenzweiten – es ist offensichtlich, wer von der ersten Position aus in die Endrunde um die Meisterschaft gehen wird. Andere Teams hingegen haben wenig Planungssicherheit: zum Beispiel die Düsseldorfer EG, heute Gegner der Eisbären (14.30 Uhr, Sportforum). Das Team von Trainer Michael Komma ist momentan Tabellenachter.

Würde es so bleiben, wäre Düsseldorf Gegner der Berliner im Viertelfinale. Also steigt heute in Berlin die Generalprobe für die Play-offs? Komma winkt ab. „Wir sind noch nicht für die Play-offs qualifiziert. Testen können wir erst, wenn wir sicher dabei sind. Die Berliner sind schon in den Play-offs, da mag so was angehen.“ Peter John Lee sieht es ein wenig anders. „Es ist schwer, mit neun Punkten Vorsprung bei der Sache zu sein“, sagt der Eisbären-Manager. „Im Kopf müssen die Spieler klar sein, damit nicht so etwas passiert wie in Frankfurt, wo wir im zweiten Drittel vier Gegentore kassiert haben.“ Lee sieht die Zeit für Experimente gekommen: „Wenn der Gegner hart spielt und das Tempo hoch hält, dann können wir unsere Disziplin testen. Dumme Fouls sind gefährlich, besonders auswärts. Beim Schiedsrichter bis du dann im Nachteil. Übrigens besonders in Düsseldorf, bei der großen Kulisse.“

Es wäre doch immerhin ein psychologischer Vorteil, wenn die Berliner heute gegen die DEG gewinnen und es dann im Viertelfinale ein Wiedersehen gäbe? „Play-offs sind Plays-offs“, sagt Lee. „Wir können am Sonntag gewinnen und dann in Play-offs gegen Düsseldorf verlieren.“ Wer hätte das gedacht?

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