Fahrradtour eines Volleys-Fans : „Weiter als Berlin fahre ich nicht“

Carsten Buchhauser vom Fanclub der BR Volleys erklärt im Interview, warum er wegen eines Versprechens gegenüber der Mannschaft mit dem Fahrrad mehr als 800 Kilometer von Friedrichshafen nach Berlin fährt.

Carsten Buchhauser (52), Vorstandsmitglied des Volleys-Fanclubs „7. Mann", vor dem Start seiner Tour mit Vertretern des VfB Friedrichshafen.
Carsten Buchhauser (52), Vorstandsmitglied des Volleys-Fanclubs „7. Mann", vor dem Start seiner Tour mit Vertretern des VfB...Foto: privat

Herr Buchhäuser, warum tun Sie sich das an und radeln von Friedrichshafen nach Berlin?

Vor dem letzten Play-off-Finalspiel habe ich zur Mannschaft gesagt, wenn ihr das noch gewinnt, dann fahre ich sogar auf dem Fahrrad von Friedrichshafen nach Berlin. Und ja, shit happens, die Volleys haben gewonnen und wurden Meister. Da musste ich mein Versprechen nun natürlich einlösen.

Sie hätten also nicht unbedingt auf diesen Meistertitel verzichten können?

Nein, ich ärgere mich überhaupt nicht über die Tour. Dafür war der Erfolg zu schön. Und die Fahrradtour läuft ja auch bestens bisher.

Wie ist denn  Ihre Route?

Am vergangenen Mittwoch bin ich erstmal mit dem Bus von Berlin nach Friedrichshafen gefahren. Dort habe ich bei Fans des VfB Friedrichshafen übernachtet, trotz der sportlichen Rivalität verstehen wir uns sehr gut. Am Donnerstag wurde ich dann an der ZF-Arena von den Friedrichshafenern verabschiedet und bin bis Dillingen gekommen. Am Freitag bin ich dann bis Bamberg geradelt, am nächsten Tag bis Apolda und am Sonntag bis Lutherstadt Wittenberg – Montagnachmittag möchte ich dann in Berlin ankommen. Bis auf die letzte Etappe habe ich also im Schnitt 200 Kilometer pro Tag zurückgelegt.

Wie haben Sie die Tour bisher überstanden?

Erstaunlich gut. Am ersten Tag hatte ich ein paar Krämpfe, aber danach lief es wie am Schnürchen. Auch ohne Platten oder ähnliche Probleme.

Sie ärgern sich also gar nicht, dass Sie die Wettschulden einlösen mussten?

Nein. In den Thüringer Bergen war es mal kurz hart. Aber nur kurz, und die Volleys haben mich ja auch mit Powerriegeln und ähnlichem ausgestattet. Insgesamt ist es eine richtig schöne Tour – und mal etwas anderes als Volleyball.

Dann könnten Sie ja eigentlich auch nach Stettin, zum Spielort der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft bei der EM in Polen, weiterradeln.

Weiter als Berlin fahre ich nicht. Mein Ziel ist am Montagnachmittag die Sömmeringhalle, dann schaue ich mal beim Training der Volleys-Mannschaft vorbei und vielleicht sind dann ja auch noch ein paar andere Mitglieder vom Fanclub „7. Mann“ dabei.

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