Sport : Fairer Wettkampf unter Gentlemen

Aus der Idee des britischen Getreidehändlers Samuel Ryder wurde ein Prestigekampf der Profis

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Für den britischen Getreidehändler und Golfer Samuel Ryder war es 1927 eine Frage der Ehre, die besten Spieler aus den USA und Großbritannien zu einem „fairen Wettkampf der Gentlemen“ nach Worchester/Massachusetts einzuladen. „Um dem größten Spiel der Erde den Respekt zu erweisen, den es verdient“, begründete Ryder vor 75 Jahren seine Initiative. Was ursprünglich als einmaliges Aufeinandertreffen geplant war, entwickelte sich dank Ryders Spende von 250 Pfund für die Trophäe zu einem der prestigeträchtigsten Wettkämpfe weltweit.

Aus dem einstigen Ländervergleich zwischen den den USA und Großbritannien ist seit 1979 ein Kampf der Kontinente geworden, weil die Briten allein nur wenig Chancen hatten. So treten bei der 34. Auflage, die bis zum Sonntag zum dritten Mal auf „The Belfry“ bei Birmingham ausgetragen wird, die besten Golfprofis aus den USA und aus Europa an. Nach Regeln, die seit der Premiere nie verändert wurden.

In den ersten Runden, die am Freitag beginnen, treten auf dem 18-Loch-Kurs in den Midlands vier Vierer-Teams gegeneinander an. Vormittags schlägt jedes Paar abwechselnd nur einen Ball, nachmittags wird wieder normal mit zwei Bällen gespielt. Das beste Ergebnis kommt in die Wertung. Am Sonntag finden zum Abschluss zwölf Einzel statt. Insgesamt sind 28 Punkte zu holen. Bei der letzten Auflage 1999 gewannen die US-Amerikaner 14,5:13,5. 26 Mal gab es einen Erfolg für die USA, sieben Siege gingen an die Europäer. 1985 hatte es nach 52 Jahren den ersten Sieg für Europa gegeben. Deutschlands Ausnahmegolfer Bernhard Langer, der 45-jährige Anhausener, wird zum zehnten Mal für Europa an den Abschlag gehen.

Die Teams in „The Belfry“:

USA: Curtis Strange (Kapitän), Paul Azinger, Mark Calcavecchia, Stewart Cink, David Duval, Jim Furyk, Scott Hoch, Davis Love III, Phil Mickelson, Hal Sutton, David Toms, Scott Verplank,Tiger Woods.

Europa: Sam Torrance (Schottland/Kapitän), Bernhard Langer (Deutschland), Thomas Björn (Dänemark), Sergio Garcia (Spanien), Colin Montgomerie (Schottland), Darren Clarke (Nordirland), Niclas Fath, Pierre Fulke, Jesper Parnevik (alle Schweden), Lee Westwood, Paul McGinley, Philip Price, Padraig Harrington (alle England).

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