Sport : Fakten: Duschebajew in Untersuchungshaft und weitere Meldungen

weitere Meldungen

Handball-Star Talant Duschebajew vom Bundesligisten GWD Minden ist vorläufig festgenommen und nach einer Nacht in Haft wieder freigelassen worden. Der Spanier sitzt wegen Steuerhinterziehung und des dringenden Verdachts der Verdunklungsgefahr in Untersuchungshaft. Der 32-Jährige soll in die Steueraffäre seines ehemaligen Clubs TuS Nettelstedt verwickelt sein. Dem Vernehmen nach hat Duschebajew Steuern in sechsstelliger Höhe nicht bezahlt.

SC Freiburg findet Sponsor

Der Fußball-Bundesligist SC Freiburg ist bei der Suche nach einem neuen Trikotsponsor offenbar fündig geworden. Der Schriftzug des Ökostrom-Anbieters NaturEnergie AG soll in der kommenden Spielzeit auf den Freiburger Trikots stehen, meldete der "Südwestrundfunk". Die Beteiligten wollten dies vorerst nicht bestätigen.

Wildmoser rüffelt Lorant

Karl-Heinz Wildmoser, der Präsident von Fußball-Bundesligist 1860 München, hat auf die scharfen Angriffe von Werner Lorant reagiert und seinem Trainer einen Rüffel erteilt. "Er ist auf Gott und die Welt sauer, weil ihm selber der Saisonverlauf nicht passt. Er soll sein Gift künftig nicht gegen Unschuldige verspritzen", sagte Wildmoser, der jedoch von Konsequenzen absah.

Löring stellt Insolvenzantrag

Der frühere Präsident des Ex-Bundesligisten Fortuna Köln, Jean Löring, ist nach seiner Entmachtung im Fußball-Verein auch als Geschäftsmann in Schwierigkeiten geraten. Seine Elektro- und Rohrbaufirma Firma meldete beim Amtsgericht Köln Konkurs an. Damit ereilt das Unternehmen, dem der 66 Jahre alten Löring als Hauptgesellschafter vorsteht, das gleiche Schicksal wie seinen Ex-Verein Fortuna Köln.

Inter-Spieler entschuldigen sich

Die Fußball-Profis des italienischen Renommierklubs Inter Mailand haben sich bei Vereinspräsident Massimo Moratti für die 0:6-Blamage im Prestige-Derby gegen den Lokalrivalen AC Mailand entschuldigt. Wie die Zeitung "Corriere dello Sport" am Dienstag berichtet, seien die Spieler am Montag zur Privatwohnung des Präsidenten gefahren, um ihn persönlich für die historische Niederlage um Verzeihung zu bitten.

Weiter Ermittlungen gegen Daum

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Koblenz gegen Christoph Daum sind noch nicht abgeschlossen. Die Entscheidung darüber, ob ein Verfahren gegen den 47 Jahre alten Fußball-Lehrer wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet wird, soll erst im Juni dieses Jahres fallen. Dies teilte der leitende Oberstaatsanwalt Erich Jung mit. Die Kölner Zeitung "Express" hatte berichtet, dem zurzeit bei Besiktas Istanbul tätigen Daum drohe eine Anklage.

Dopingopfer verklagt NOK

Die frühere DDR-Schwimmerin Karen König-Metschuk will das Nationale Olympische Komitee für Deutschland (NOK) für die Folgen des DDR-Dopings haftbar machen lassen. Eine entsprechende Klage hat die 32 Jahre alte Ex-Weltrekordlerin nach Angaben der Tageszeitung "taz" beim Landgericht Frankfurt/Main eingereicht. Die Klägerin will gerichtlich klären lassen, dass die im Oktober 1990 erfolgte Übernahme des Vermögens des NOK der DDR in Höhe von etwa 5,4 Millionen Mark einer "Schuldmitübernahme" gleichkomme und damit einen Weg für Entschädigungszahlungen an Dopingopfer freimachen.

Radprofi Meier gedopt?

Der Schweizer Roland Meier vom Essener Profi-Radrennstall Team Coast steht unter dem Verdacht des Epo-Dopings. Der 33-Jährige war am 18. April vor dem Halbklassiker Fleche Wallonne auf den Hämatokritwert getestet und mit einem zulässigen Wert von 46,5 zum Start zugelassen worden. Nach dem Rennen, das Meier als 57. beendet hatte, war der Zürcher als ausgeloster Fahrer zur Urinkontrolle gebeten worden, deren Ergebnis einen Wert von über 50 ergab. Sollte die B-Probe den Befund bestätigen, droht Meier eine Sperre zwischen sechs und zwölf Monaten sowie eine Geldstrafe.

IOC verteilt Bestnoten

Paris, Peking und Toronto haben nach einem Prüfungsbericht des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die besten Aussichten auf die Olympischen Spiele 2008. Diese Städte würden "exzellente Spiele" veranstalten, heißt es in einer am Dienstag in Lausanne veröffentlichten Untersuchung der IOC-Prüfungskommission. Mängel stellte das Gremium hingegen bei den Mitbewerbern Istanbul und Osaka fest. Die Spiele 2008 werden am 13. Juli vergeben.

IOC kontrolliert Olympia-TV

Ab 2008 will das Internationale Olympische Komitee die weltweiten Fernsehbilder von den Spielen selbst produzieren. Die IOC-Exekutive stimmt in Lausanne einem Vorschlag des Taubernischofsheimers Thomas Bach zu. Damit hat das IOC künftig die Kontrolle über sämtliche TV-Bilder von den Spielen. Bach will von einer "Zensur" allerdings nicht sprechen: "Dies ist allein technisch gar nicht möglich. Es geht darum, auch von kleineren Sportarten die umfassende Berichterstattung im Angebot zu haben."

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