Sport : Fakten: Erster Dopingfall bei der Tour und weitere Meldungen

weitere Meldungen

Die 88. Tour de France hat ihren ersten Dopingfall. Am Sonntag bestätigte die spanische Mannschaft Euskatel, dass der 28-jährige Txema del Olmo am 5. Juli in Dünkirchen mit einer positiven A-Probe aufgefallen sei. Sein Team suspendierte den Spanier, der schon zur 7. Etappe am Samstag nicht mehr angetreten war. Die B-Probe steht noch aus. Vor dem Tourstart mussten sich alle 189 Profis einer Blut-Kontrolle unterziehen. Offensichtlich war in del Olmos Urin das Hormon Erythropoietin (Epo) analysiert worden.

Jamaikaner positiv getestet

Sprinter Patrick Jarrett sieht einer zweijährigen Dopingsperre entgegen und wurde aus Jamaikas Team für die Leichtathletik-WM in Edmonton (3.-12. August) ausgeschlossen. Der 23-Jährige wurde positiv auf das anabole Steroid Stanozolol getestet. Den Fall bestätigte Patrick Anderson, Präsident des Leichtathletik-Verbandes von Jamaika.

Vogts nicht nach Kuwait

Der ehemalige Fußball-Bundestrainer Berti Vogts hat ein angebliches Engagement als Nationaltrainer Kuwaits dementiert. "Das ist gelogen. Es hat vor drei Wochen lockere Gespräche gegeben, und wir haben uns verabredet, diese im September fortzuführen", sagte der 54-Jährige. Zuvor hatte der kuwaitische Verband (FKF) am Samstagabend eine künftige Zusammenarbeit bestätigt. Generalsekretär Mohamed Othman erklärte, Vogts würde eine einmalige Summe von rund 360 000 Mark für die Vertragsunterzeichnung sowie ein Monatsgehalt von rund 80 000 Mark erhalten.

Kolumbien im Viertelfinale

Gastgeber Kolumbien und Chile haben bei der Copa América vorzeitig das Viertelfinale erreicht. Tabellenführer Chile ist in der Gruppe A nach dem 1:0 (0:0)-Sieg am zweiten Spieltag gegen Venezuela ebenso nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen wie der Ausrichter. Kolumbien feierte mit dem 1:0 (1:0) gegen Ekuador ebenfalls den zweiten Sieg. Vor 40 000 Zuschauern in Barranquilla erzielte Victor Hugo Aristizabal in der 30. Minute das Tor des Tages für die Gastgeber. Chile musste vor 20 000 Fans bis elf Minuten vor Schluss warten, ehe Christian Montecinos den zweiten Sieg sicherte.

Olympia-Verlegung drohte

Die Absage der Olympischen Winterspiele 2002 von Salt Lake City und ihre Verlegung in eine andere Stadt ist Anfang 1999 von der Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) diskutiert worden. Das berichtete der Schweizer Marc Hodler, der im Dezember 1998 den Bestechungsskandal an die Öffentlichkeit gebracht hatte. IOC-Präsident Samaranch habe wie 1972 Avery Brundage nach dem Terror-Anschlag in München entschieden: "The Games must go on", die Exekutive habe zugestimmt. Hodler: "Diese Entscheidung war richtig. Wir werden großartige Spiele erleben."

Beerbaum Rekordspringer

Ludger Beerbaum ist seit gestern alleiniger deutscher Rekordmeister der Springreiter. Der Europameister holte sich bei den Titelkämpfen in Münster auf Goldfever und Champion du Lys den siebten nationalen Titel und überholte seinen früheren Chef Paul Schockemöhle. In der Dressur wurde Mannschafts-Olympiasiegerin Nadine Capellmann (Aachen) auf Farbenfroh zum zweiten Mal nach 1999 deutsche Titelträgerin. Sie schlug die viermalige Olympiasiegerin Isabell Werth (Rheinberg) auf Antony.

Wieder Gold für Deutsche

Björn Lange und Wolfram Müller haben am dritten Tag der U-23-Europameisterschaften in Amsterdam das vierte und fünfte Gold für Deutschlands Leichtathleten gewonnen und dem DLV damit die Führung im Medaillen-Spiegel beschert. Müller dominierte in 3:38,94 Minuten über 1500 m vor dem Ukrainer Ivan Heshko (3:39,37). Der Magdeburger Lange setzte sich im Speerwurf mit 80,85 Metern vor dem Russen Alexander Baranoski (76,74 Meter) durch. Insgesamt haben die DLV-Athleten fünf Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen gewonnen.

Ruderer zurück in Weltspitze

Mit fünf Siegen beim Finale in München hat der Deutsche Rudererverband (DRV) zum fünften Mal in Folge den Gesamt-Weltcup gewonnen und ist für die Weltmeisterschaft in Luzern (18. bis 26. August) gut gewappnet. Auch die bei den Olympischen Spielen in Sydney ohne Medaille gebliebenen Riemen-Ruderer meldeten sich in der Weltspitze zurück. Der Deutschland-Achter, das einstige Paradeboot, ruderte mit Platz zwei hinter dem Olympia-Dritten Kroatien wohl endgültig aus der Krise und machte Hoffnung für die WM.

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