Sport : Fakten: Fortuna Köln vor der Pleite

Fußball-Regionalligist Fortuna Köln steckt in einer Existenzkrise. Der frühere Bundesligaklub hat große finanzielle Schwierigkeiten. Seit Wochen warten die Kölner auf Zahlungen eines Großsponsors. Der Geldgeber hätte auch für diese Saison seine Unterstützung versprochen, bislang aber nicht eingehalten, hieß es aus Vereinskreisen. Laut Fortuna-Manager Jürgen Weinzierl geht es um eine Summe von zwei Millionen Mark: "Wenn wir das Geld nicht erhalten, ist der Regionalliga-Betrieb stark gefährdet."

Golz verlängert in Freiburg

Torwart Richard Golz hat seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag beim Fußball-Bundesligisten SC Freiburg vorzeitig bis zum 30. Juni 2003 verlängert. Der Kontrakt mit dem 32-Jährigen, der seit dem Wiederaufstieg 1998 bei den Badenern spielt, gilt unabhängig von der Spielklasse. Darüber hinaus einigte sich der gebürtige Berliner über eine zweijährige Anschlusstätigkeit beim SC nach seinem Karriereende. "Es gab keinen Grund, woanders hin zu gehen", sagte Golz.

Kappes freigesprochen

Radprofi Andreas Kappes (Köln) ist vom Vorwurf des Dopings freigesprochen worden. Der Rennfahrer aus dem Profi-Team Agro Adler Brandenburg ist am Montag vom Sportgericht des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) voll entlastet worden. Mehrere Tests von unbelasteten Probanden haben nach Einnahme einer von Kappes benutzten Nahrungsergänzung ähnliche Nandrolon-Werte erbracht, wie sie bei Kappes bei einer Dopingprobe während der deutschen Bahnmeisterschaft festgestellt worden waren, teilte der BDR mit.

Ringer-Boss kritisiert Leipold

Doping-Sünder Alexander Leipold findet wenig Verständnis im eigenen Verband. Helmuth Pauli, Präsident des Deutschen Ringer-Bundes (DRB), kritiserte den 31-Jährigen, weil er mit einer Anhörung beim DRB-Rechtsausschuss die Aufhebung der gegen ihn verhängten Sperre des nationalen Verbandes erreichen will. "Das war kein guter Zug von Leipold. Eine Freigabe auf nationaler Ebene zu erzwingen, wäre für den Verband eine Katastrophe", sagte Pauli der FAZ.

Galopp-Manager gibt auf

Christoph Berglar, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen, ist mit sofortiger Wirkung von seinen Ämtern im Galopprennsport zurückgetreten. Der Chef-Manager des deutschen Turfs war zwei Jahre in seinem Amt tätig. Berglar war unter Druck geraten, als die Buchmacher sich vor zwei Wochen weigerten, Wetten auf deutsche Rennen weiterzuleiten. Hintergrund sind Streitigkeiten um TV-Übertragungsrechte.

Kein Geld von Weber

Der Rechtsstreit um Vermarktungsanteile aus den Millionen-Einnahmen des Formel-1-Stars Michael Schumacher zwischen dessen Manager Willi Weber und dem Motorsport-Journalisten Burkhard Nuppeney ist beendet. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe nahm die Revision Nuppeneys gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgarts nicht zur Entscheidung an. Damit wird das Urteil des OLG Stuttgart vom 24. November 1999 rechtskräftig, wonach Weber seinem ehemaligen Geschäftspartner Nuppeney nichts mehr aus der einst gemeinsamen Vermarktung des dreifachen Weltmeisters Schumacher nach bezahlen müsse.

Etappensieg für Deutschland

Das Frauenkomitee der Europäischen Fußball-Union (Uefa) hat sich am Montag in Nyon für den Deutschen Fußball-Bund als Ausrichter der Frauen-EM vom 23. Juni bis 8. Juli 2001 ausgesprochen. Die definitive Entscheidung durch die Uefa-Exekutive als Beschlussgremium wird in den kommenden Wochen erwartet. Bis dahin sollen noch einige Detailfragen zu klären sein. Uefa-Sprecher Thomas Giordano bestätigte: "Die EM geht zu 90 Prozent nach Deutschland."

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