Sport : Fakten: Hacker vor dem Altmeister und weitere Meldungen

weitere Meldungen

Marcel Hacker, der 25 Jahre alte Olympiadritte aus Kassel, gewann beim Weltcup in Wien das Einer-Rennen vor dem Altmeister Vaclav Chalupa (Tschechien) und Olaf Tufte aus Norwegen. Katrin Rutschow-Stomporowski aus Berlin musste sich bei den Frauen nur der weißrussischen Olympiasiegerin Jekaterina Karsten-Chodotowitsch beugen. Der Deutsche Ruderverband (DRV) trat auf der Neuen Donau in Wien nur in den Einern mit seinen Top-Athleten an.

Littbarski kritisiert Vogts

Pierre Littbarski hat gut eineinhalb Monate nach seiner gemeinsamen Entlassung mit Cheftrainer Berti Vogts beim Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen Kritik an der Amtsführung seines ehemaligen Vorgesetzten geübt. "Dass Berti die ersten 20 Minuten auf der Tribüne saß, war eine Schnapsidee. Ich wusste ja selbst nicht, wie ich mich verhalten sollte", monierte der neue Coach des Zweitligisten MSV Duisburg in einem Interview mit dem "Kölner Express" die seinerzeit offenbar ungeklärten Befugnisse innerhalb des gescheiterten Trainer-Teams.

Samaranch resigniert

Der am 16. Juli aus seinem Amt scheidende Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Juan Antonio Samaranch, hat im Kampf gegen Doping offenbar resigniert. "Der Krieg kann niemals gewonnen werden. Du kannst nur Schlachten gewinnen und immer nur von Teilsiegen sprechen", sagte der Spanier.

Weinberg bangt und siegt

Helena Weinberg aus Herzogenrath hat das so genannte Speed Derby beim ersten Rodderberg-Spring-Meeting gewonnen. In der mit 10 000 Mark dotierten Prüfung setzte sie mit Silwa Kassiopaja, ihrer neunjährigen Oldenburgerin, gleich im ersten Ritt die Bestmarke, obwohl sie sich einen Fehler erlaubte und fünf Strafsekunden kassierte. Aber Weinberg musste bis zum letzten Reiter um den Sieg zittern. René Tebbel (Emsbüren) lag auf Bestzeitkurs, doch dann unterliefen ihm zwei Fehler.

Auch Revier Löwen in Nöten

In der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) herrscht nicht nur bei den Berlin Capitals, sondern auch bei den Revier Löwen das große Bangen. Den Löwen könnte die Spielgenehmigung für die kommende Saison verweigert werden. Eine Etat-Unterdeckung in Höhe von 1,2 Millionen Mark sorgt in Oberhausen für Unruhe. "Die Chancen stehen 50:50", sagte Günter Engel, einer der vier Löwen-Gesellschafter, hinsichtlich der Lizenzerteilung. Eine Spendenaktion wurde beschlossen. Mit bestem Beispiel voran ging Manager Stefan Dittmann, der auf zwei Monatsgehälter verzichtete.

Premiere für den Sprungtisch

Eine Premiere der besonderen Art hat es beim Kunstturn-Ländervergleich der Frauen zwischen Deutschland und Weißrussland (139,175 : 137,700) gegeben. In Oranienburg wurde zum ersten Mal der Sprungtisch in einem Wettkampf offiziell eingesetzt. Er wird künftig auf nationaler und internationaler Ebene das Pferd ablösen, das - quergestellt bei den Turnerinnen und längs gestellt bei den Turnern - jahrzehntelang als Sprunggerät diente. Bei den Aktiven stieß die Neuerung auf Zustimmung.

Katrin Kieseler bleibt vorn

Trotz einer Serie von drei Niederlagen bei der vierten Weltcup-Station in Kopenhagen hat die Ex-Berlinerin Katrin Kieseler die Führung im Kanu-Weltcup vor dem Finale in Zagreb behauptet. In der dänischen Hauptstadt musste sich die seit dieser Saison für Australien startende Kieseler über 500 m mit Platz fünf zufrieden geben, während die vor sieben Jahren nach Australien ausgewanderte Ex-Neubrandenburgerin Katrin Borchert den Sieg schaffte. Im Kajak-Zweier über die olympische Distanz mussten sich die beiden Ex-Deutschen dem kanadischen Duo Karen Furneaux/Marie Gibeau-Oimet geschlagen geben. Tags zuvor hatte Borchert auch die 1000 m vor Kieseler für sich entschieden und im Zweier mit ihr gesiegt. Damit schob sich Katrin Borchert im Gesamt-Weltcup, der mit insgesamt 10 000 Dollar dotiert ist, auf Platz zwei hinter Kieseler.

Schweres Los

Deutschlands Volleyballerinnen haben bei der Auslosung für die Europameisterschaft in Bulgarien (22. bis 30. September) eine schwere Gruppe erwischt. Das Team muss gegen die Niederlande, Polen, Kroatien, Italien und die Ukraine antreten. "Unsere Gruppe ist die schwerere und ausgeglichenere, jeder kann jeden schlagen. Besonders hart werden die Duelle gegen Italien und Kroatien. Ich hoffe trotzdem aufs Halbfinale", erklärte Bundestrainer Hee Wan Lee.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben