Sport : Fakten: Hohe Sterberate bei Ex-Fußballern

Die Todesfälle früherer Fußballer in Italien haben Doping-Fahnder Raffaele Guariniello auf den Plan gerufen. Der Turiner Staatsanwalt, der zuletzt gegen Radstar Marco Pantani ermittelte, nimmt den Tod mehrerer Ex-Kicker an Leukämie und Leberkrebs unter die Lupe. Guariniello meint, dass die Fälle mit der Einnahme verbotener Substanzen zusammenhängen könnten. Nach einer Studie im Auftrag des Staatsanwaltes sterben Ex-Fußballer 35-mal häufiger an Leukämie und Leberkrebs als der Rest der italienischen Bevölkerung. 165 Ex-Fußballer sind in den vergangenen 30 Jahren frühzeitig gestorben.

St. Pauli plant neues Stadion

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli treibt die Pläne für einen Stadionneubau erneut voran. "Wir haben uns von der ursprünglichen Variante mit 100 Millionen Mark verabschiedet. Alles läuft auf 65 Millionen raus. Das Stadion wird dann 32 000 bis 33 000 Sitz- und Stehplätze haben, wobei aber nur die beiden Geraden überdacht sind", erklärte St. Paulis Präsident Reenald Koch der "Welt". Ein Datum für einen möglichen Baubeginn wollte Koch nicht nennen.

Schenk will NOK-Vize werden

Die frühere Olympia-Teilnehmerin Sylvia Schenk will 2002 als Vize-Präsidentin des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) für Deutschland kandidieren. Dies kündigte die 48-Jährige, die auch als neue Präsidentin des Bundes Deutscher Radfahrer kandidiert, in der "FAZ" an. Für den Präsidenten des Landessportbundes Hessen, Rolf Müller, ist Schenk 2002 sogar als Nachfolgerin des NOK-Vorsitzenden Walther Tröger "absolut erste Wahl". Eine Wahl Schenks sei eine Chance zum Generationswechsel an der NOK-Spitze, erklärte Müller am Donnerstag.

Zweite Niederlage für Kölner Haie

Die Kölner Haie haben ihr zweites Spiel beim 74. Spengler Cup verloren. Nach der Niederlage im Penalty-Schießen gegen Jokerit Helsinki unterlag der deutsche Eishockey-Vizemeister am Mittwochabend auch Gastgeber HC Davos vor 7650 Zuschauern mit 0:3. Spielentscheidend war ein Ellbogen-Check des Haie-Stürmers Christoph Paepke Mitte des zweiten Drittels. Die Haie mussten fünf Minuten in Unterzahl agieren und kassierten dabei zwei Treffer.

Braunschweig hofft auf Rettung

Die Bemühungen um eine Rettung des Basketball-Bundesligisten Metabox Braunschweig dauern an. Allerdings sei der Finanzbedarf bis zum Saisonende noch nicht gedeckt. Das erklärte der von der Basketball-Bundesliga GmbH eingesetzte Krisenmanager Ralf Beckmann nach Gesprächen mit möglichen Sponsoren. Rund zwei Millionen Mark werden benötigt. Die Entscheidung, ob das Team nach dem Rückzug des Hauptsponsors Metabox AG weiter in der Bundesliga spielt, muss bis Sonntag fallen.

Marshall Faulk war der Beste

Marshall Faulk ist zum wertvollsten Spieler der National Football League (NFL) gewählt worden. Der 27-jährige Profi vom Super Bowl-Champion St. Louis Rams erhielt 24 Stimmen von 50-köpfigen Jury aus Sportjournalisten. Running Back Faulk behauptete sich vor Quarterback Donovan McNabb (Philadelphia Eagles/11) und Running Back Eddie George (Tennessee Titans/8). Mit seinen 26 Touchdowns in der regulären Saison brach Faulk den Liga-Rekord.

Illbruck hält Kontakt zur Spitze

Bei der traditionsreichen Segelregatta von Sydney nach Hobart ist die deutsche Yacht "Illbruck Challenge" mit dem US-amerikanischen Skipper John Kostecki zwar vom dritten auf den vierten Platz zurückgefallen, hält aber dennoch Kontakt zur Spitze. Bei schwierigen Bedingungen führt weiterhin die schwedische Nicorette, die sich von der Wildthing aus Australien absetzen konnte. Rang drei belegt die TYCO von den Bermudas. Wegen rauher See und schwerer Stürme mussten sich bereits 20 der 82 gestarteten Yachten von der Regatta zurückziehen.

São Caetano sorgt für Furore

Favoritenschreck Sao Caetano hat im brasilianischen Fußball erneut für Furore gesorgt: Nachdem das Team als erster Zweitligist das Finale um den Havelange-Cup erreicht und auf dem Weg dorthin bereits drei Erstligisten aus dem Wettbewerb beförderte hatte, ertrotzte Sao Caetano im Final-Hinspiel gegen Favoriten Vasco da Gama ein 1:1. Superstar Romario glich Sao Caetanos Führungstor durch Cesar aus und bewahrte sein Team vor einer Riesenblamage.

Philippoussis fällt verletzt aus

Der australische Tennisprofi Mark Philippoussis kann wegen einer Verletzung am linken Knie nicht beim Hopman Cup sowie bei den Australian Open in Melbourne starten. Mögliche Ersatzleute als Partner von Nicole Pratt sind Patrick Rafter, Todd Woodbridge oder Lleyton Hewitt. Australien trifft in der ersten Runde des Hopman Cup in Perth auf Südafrika.

Just begräbt WM-Hoffnungen

Stephan Just muss seine Hoffnungen auf eine Teilnahme an der Handball-Weltmeisterschaft vom 23. Januar bis 4. Februar in Frankreich begraben. Der 21 Jahre alte Kreisspieler vom Bundesligisten ThSV Eisenach erlitt im Training einen Bändereinriss im rechten Fußgelenk.

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