Sport : Fakten: Klage gegen Weltfußballverband und weitere Meldungen

weitere Meldungen

Die internationale Spielergewerkschaft Fifpro hat am Freitag in Brüssel gegen den Weltfußballverband Fifa und den belgischen Verband Klage eingereicht. Mit dieser Klage will die Fifpro den am 5. März abgeschlossenen Kompromiss zwischen Europäischer Union (EU) und Fifa bezüglich der Neuregelung der Transferbestimmungen zu Fall bringen. Die Gewerkschaft ist vor allem mit dem Passus nicht einverstanden, demzufolge Spieler gesperrt werden können, wenn sie einseitig bestehende Verträge brechen.

Berger sieht sich als Stasiopfer

Der "Fall Eigendorf" ist noch nicht beendet. Wie der ehemalige DDR-Auswahlspieler, der nach seiner Flucht in den Westen 1983 möglicherweise einem Anschlag des Staatssicherheitsdiensts zum Opfer gefallen war, vermutet auch der frühere Frankfurter und Schalker Trainer Jörg Berger, von dem DDR-Geheimdienst attackiert worden zu sein. Berger, der 1979 aus der DDR geflohen war, musste 1986 mit schweren Vergiftungserscheinungen in die Kasseler Uni-Klinik eingewiesen werden.

Noch zwei Standorte zur Wahl

Die Entscheidung über den Standort eines neuen Fußball-Stadions in München ist vertagt worden. Am Freitag wurde nach Beratungen zwischen dem Freistaat Bayern, der Stadt München und Vertretern des FC Bayern und TSV 1860 geklärt, dass ein als mögliches Baugrundstück vorgesehenes Gelände im Süden des Olympiaparks ausscheidet. Das Stadion wird nun entweder auf dem Gelände der Zentralen Hochschulsportanlage gegenüber dem Olympiapark oder im Münchner Norden (Ortsteil Fröttmaning) errichtet werden. Die Entscheidung darüber soll bis zum 11. Juli fallen.

Akpoborie wieder zurück

Fußball-Profi Jonathan Akpoborie vom VfL Wolfsburg ist wieder in Deutschland. Er landete am Freitagmittag aus Lagos kommend auf dem Flughafen Hannover. "Ich habe eine schwere Zeit hinter mir und hoffe, dass nun alles gut wird", sagte der 32 Jahre alte nigerianische Nationalspieler auf seiner Homepage. Akpoborie war in die Schlagzeilen geraten, weil nach UNICEF-Angaben mit seinem Schiff "Etinero" Kindersklavenhandel betrieben sein soll. Beim VfL ist er bis zur Klärung des Sachverhalts weiter freigestellt.

Randale in Darmstadt

Nach dem 1:0-Erfolg der Offenbacher Kickers bei Darmstadt 98 in einer Partie der Fußball-Regionalliga Süd ist es am Donnerstagabend zu Ausschreitungen gekommen. 300 Randalierer beschädigten Fahrzeuge und lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei. Dabei wurden zwei Beamte verletzt. 25 Hooligans wurden festgenommen.

Prügelheld Rios

Die Spieler-Vereinigung ATP hat den chilenischen Tennis-Profi Marcelo Rios am Rande des Masters-Turniers in Hamburg wegen "eines Sportlers unwürdigen Verhaltens" zu einer Geldstrafe von 22 000 Mark verurteilt. Der ehemalige Weltranglistenerste hatte sich nach seiner Zweitrunden-Niederlage beim Masters-Turnier in Rom mit Landsleuten zu einer Kneipentour aufgemacht und war anschließend stark angetrunken auf einen Taxifahrer und zwei Polizisten losgegangen.

Faustkampf im Handball

Bundesliga-Spielleiter Uwe Stemberg hat für den jugoslawischen Weltklassespieler Nedeljko Jovanovic eine Sperre von 15 Pflichtspielen gefordert. Jovanovic, der nach Spanien wechselt, hatte beim 25:21-Sieg der SG Hameln gegen Bayer Dormagen in der 59. Minute erst Bayers Flügelstürmer Holger Beelmann und dann Rückraumspieler Jacek Bezdikowski ins Gesicht geschlagen.

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