Sport : Fakten: Lorant will Vertrag erfüllen und weitere Meldungen

weitere Meldungen

Werner Lorant denkt nicht daran, seine Trainertätigkeit beim Fußball-Bundesligisten TSV 1860 München vorzeitig zu beenden. "Ich gehe davon aus, dass ich meinen bis 2003 laufenden Vertrag erfülle", erklärte Lorant, der nach zwei Niederlagen zu Beginn in die Kritik geraten war. Derzeit könne nur Vereinspräsident Karl-Heinz Wildmoser ihm den Rücktritt antragen, "kein anderer, auch nicht der Aufsichtsrat", betonte Lorant, dessen Auftreten von Mitgliedern des TSV-Aufsichtsrates kritisiert worden war. Wildmoser hatte dem Trainer immer wieder den Rücken gestärkt.

Russische Turnerin gedopt

Die russische Kunstturnerin Anna Kowaljewa ist bei einer Doping-Probe im vorigen Jahr positiv getestet worden. Dies meldete der Online-Dienst der in Moskau ansässigen Zeitung "Sport Express". Daraufhin war die damals 17-Jährige aus Nowgorod von der Vorbereitung der Mannschaft auf die Olympischen Spiele in Sydney ausgeschlossen worden. Leonid Arkajew, Präsident des russischen Turnverbandes, bestätigte den Vorfall. Die ausgesprochene zweijährige Sperre könne jedoch nun aufgehoben werden.

Katastrophale Regionalliga

Die wirtschaftliche Situation der 36 Vereine der beiden Fußball-Regionalligen Süd und Nord hält der Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Engelbert Nelle, für "katastrophal". In einem Interview mit der "Frankfurter Rundschau" kritisierte der beim DFB für den Amateurbereich zuständige Nelle, dass "Vereine immer mehr ausgeben, als sie im Topf haben". Für die von den Nord-Klubs geforderte und von den süddeutschen Vereinen abgelehnte Zusammenlegung der beiden Staffeln sieht der 68-Jährige als Hauptargument die Konzentration der Leistung und Finanzierung.

Türkei baut Formel-1-Kurs

Die Türkei will spätestens in drei Jahren einen Formel-1-Grand-Prix in Istanbul ausrichten. Der türkische Automobil-Verband (TAV) will für umgerechnet 135 Millionen Mark eine für die höchste Klasse taugliche Rennstrecke in der Stadt am Bosporus bauen. Der Internationale Automobil-Verband soll laut Informationen von TAV-Präsident Mumtaz Tahincioglu großes Interesse an den Plänen haben. Vor der Türkei hatten zuletzt auch Kairo, Dubai und Beirut sowie der Bahrain Planungen für die Ausrichtung eines Formel-1-Grand-Prix angekündigt.

Tod bei der Masters-Rallye

Die Meldung vom Tod des britischen Motorradrennfahrers John Deacon überschattete die siebente Etappe der Masters-Rallye im Mittelmeer-Raum. Der auf Platz drei der Motorradwertung liegende Deacon war nach einem Sturz mit seiner BMW bei km 285 des 360 km langen Teilstücks von Draihaib nach Palmyre im Rettungshubschrauber seinen Verletzungen erlegen. Auch der spanische Rallye-Pilot Jose-Maria Servia war in einen spektakulären Unfall verwickelt, kam aber mit leichten Verletzungen davon.

Große Sprünge beim Istaf

Beim Internationalen Stadionfest (Istaf) in Berlin kommt es am 31. August sehr wahrscheinlich zu einer Revanche zwischen dem 800-m-Weltmeister André Bucher (Schweiz) und dem WM-Fünften und Olympiasieger Nils Schumann. Istaf-Direktor Stéphane Franke glaubt an eine Zusage Buchers. Im Stabhochsprung der Frauen sind die WM-Zweite Swetlana Feofanowa (Russland) und die drittplatzierte Polin Monika Pyrek dabei - mit Weltmeisterin und Olympiasiegerin Stacy Dragila (USA) wird noch verhandelt. 20 000 Karten für insgesamt 55 000 Plätze im Olympiastadion sind im Vorverkauf abgesetzt worden.

Gläser segelt am besten

Philipp Gläser aus Greifswald wurde auf dem Wannsee neuer Deutscher Meister in der Laser-Radial-Klasse. Der Sieger verwies den 22. der letzten Weltmeisterschaft, Jens- Hendryk Thiele (Düsseldorf), und Thomas Spangenberg (Fermersleben) auf die Plätze. 90 Segler hatten sich beim Potsdamer Yacht-Club dem Starter gestellt. Die besten 45 kamen in die Endrunde, ehe nach zwölf Wettfahrten Gläser als Meister feststand.

Alles für die Katz

Ein Computerfehler hat bei der Militär-Weltmeisterschaft in St. Petersburg (Russland) einen Schwimm-Weltrekord über die 50 m Brust verhindert. Der Russe Roman Sludnow, der vor zwei Monaten bereits die Bestmarke über 100 m verbessert hatte, unterbot im Finale in 27,25 Sekunden den im April aufgestellten Rekord des Amerikaners Ed Moses. Die Zeit war jedoch handgestoppt, da die elektronische Zeitmessung streikte - übrigens nur auf Sludnows Bahn vier. Nach kurzer Ruhepause wurde dem 21-Jährigen ein weiterer Versuch zugestanden. Er schwamm dabei 27,36 Sekunden. Allerdings: Diesmal hatten die Kampfrichter vergessen, die Elektronik entsprechend einzustellen. "Es ist wirklich zum Heulen, dass alle Bemühungen und die Arbeit von monatelangem Training durch solche Dämlichkeiten zunichte gemacht werden", lautete Sludnows treffender Kommentar.

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