Sport : Fakten: Rogge widerspricht Samaranch und weitere Meldungen

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Der neue IOC-Präsident Jacques Rogge hat verdeutlicht, dass er in der Dopingbekämpfung einen neuen Weg geht. "Bei allem Respekt vor Juan Antonio Samaranch, er kennt nicht die Realitäten in der Sportmedizin und im Doping. Ich durch meinen Beruf schon", sagte der Belgier, der bis zu seiner Wahl Chef der chirurgischen Klinik in Gent war. Rogge wandte sich im Interview mit "El Mundo" entschieden gegen einen der letzten Vorschläge seines Vorgängers, die IOC-Liste unerlaubter Substanzen zu verkleinern. "Dies werden wir nicht tun, das ist völlig klar", sagte Rogge, "wir müssen alles daransetzen, den Umfang des Dopings weiter zu begrenzen, auch wenn wir den Kampf nie ganz gewinnen können."

Digel: Doping darf sich nicht lohnen

Doping ist für die Athleten aus Sicht von Helmut Digel eine lohnende Form von Betrug. Der Vizepräsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) sagte bei einem Doping-Symposium an der Deutschen Sporthochschule Köln: "Im Moment zahlt es sich für den Sportler nicht aus, sauber zu bleiben." Digel fordert im Anti-Doping-Kampf die Wirtschaft und die Öffentlichkeit zur aktiven Teilnahme auf. "Nur mit einer ökonomischen Lösung ist das Problem in den Griff zu bekommen", glaubt Digel. Das Vertragsmodell von Telekom mit den Radprofis, das eine Rückzahlungspflicht neben sofortiger Kündigung für den Fall einer Dopingüberführung beinhaltet, sieht Digel als gutes Modell für die Zukunft.

China sperrt drei Leichtathleten

Drei chinesische Leichtathleten sind laut Weltverband IAAF wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt worden. Die Langstrecklerinnen Liqing Song und Lili Yin sowie der Geher Lui Yunfeng gehören zum Kreis der sechs Sportler, die nach Angaben des Sportministeriums in Peking bereits im Mai wegen des Missbrauchs unerlaubter Substanzen suspendiert wurden. Drei andere Sportler wurden wegen der Verweigerung von Trainingskontrollen für ein Jahr gesperrt.

Zehn US-Amerikaner gedopt

Die Anti-Doping-Agentur der USA (USADA) hat von April bis Juni zehn Sportler der Einnahme verbotener Substanzen überführt. Von 1600 Kontrollen in 41 Sportarten wiesen insgesamt sogar 25 Proben positive Ergebnisse auf, 15 davon waren allerdings medizinisch autorisiert. Bislang wurde lediglich der Name von Wasserspringer Matt Bricker bekannt, der bereits eine zweimonatige Sperre abgesessen hat.

Drei Tote bei Freundschaftsspiel

Ein Freundschaftsspiel in Paraguay hat am Sonntag drei Tote gefordert. Der 42 Jahre alte Gilberto Lopez Davalos und seine beiden Söhne Annibal (19) und Emilio (22) wurden auf dem Fußballplatz von gegnerischen Spielern mit Messerstichen und Schüssen getötet. Nach einem Foul war die Situation eskaliert. Drei Brüder töteten daraufhin den Vater mit Messerstichen in die Brust und erschossen danach seine beiden Söhne. Die Täter konnten fliehen.

Finanzieller K.o. in Schwerin

Der Schweriner SC hat aus finanziellen Gründen keine Box-Staffel für die Bundesliga-Saison 2001/2002 gemeldet. Die Schweriner holten zu DDR-Zeiten 16 Titel und waren 1991 und 1997 Mannschaftsmeister in der Bundesliga. "Wir hätten mindestens drei bis vier Boxer holen und finanzieren müssen. Das kostet sehr viel Geld, und das haben wir nicht", sagte Vereinspräsident Johannes Meinhard.

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