Sport : Fakten: Streit um TV-Rechte in Italien eskaliert und weitere Meldungen

weitere Meldungen

Auch in Italien erregt die Fernseh-Berichterstattung über den Fußball die Gemüter. Zwischen der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalt Rai und dem Fußballverband FIGC ist ein Streit über die TV-Rechte entbrannt und gefährdet erstmals seit 40 Jahren die sonntägliche Fußball-Übertragung. Die Rai weigert sich, die geforderten 184 Millionen Mark für die Übertragungsrechte der Meisterschaft und des Pokals auszugeben. Das Staatsfernsehen ist bereit, für die Übertragungsrechte der Meisterschaft 118 Millionen Mark ohne die Pokalspiele zu zahlen. Der Verband will die Rechte in einem Paket für Meisterschaft/Pokal verkaufen.

Eklat vor Universiade in China

Einen Tag vor der Eröffnung der 21. Universiade in Peking ist es zu einem Eklat um die Einreise des taiwanesischen Bildungsministers Ovid Tzeng in die Volksrepublik gekommen. Der Minister der Republik Chinas (ROC) auf Taiwan, die Peking nicht anerkennt, sagte nach taiwanesischen Medienberichten seinen Besuch bei den Weltspielen der Studenten ab. Zuvor hatte die Volksrepublik gefordert, er müsse zusätzlich zu der Einladung für Ehrengäste ein Visum für Landsleute aus Taiwan beantragen.

EU unterstützt Antidopingkampf

Die Europäische Union (EU) unterstützt die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) mit zwei Millionen Euro, knapp vier Millionen Mark. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten EU-Kommissarin Viviane Reding und Wada-Chef Dick Pound in Estlands Hauptstadt Tallinn. Das Geld wird für den Aufbau eines Internet-Erziehungsprogramms sowie den Einsatz internationaler Kontrolleure eingesetzt. Bislang hat sich die 1999 gegründete Wada aus einer Anschubspende des IOC in Höhe von 25 Millionen Dollar finanziert. Beschlossen wurde auch, dass der Sitz der Wada von Lausanne nach Montreal verlegt wird.

Nationalmannschaft - nein, danke

Der Schwede Joachim Björklund vom italienischen Erstligisten AC Venedig hat ein Comeback in der schwedischen Fußball-Nationalmannschaft abgelehnt. Der 30-Jährige, der 1994 zu den Leistungsträgern beim überraschenden dritten Platz des schwedischen Teams bei der Weltmeisterschaft in den USA gehört hatte, absolvierte insgesamt 78 Länderspiele.

NOK verliert Prozess

Der "NOK-Report" des Nationalen Olympischen Komitees von Deutschland (NOK), für den der Journalist Willi Knecht verantwortlich ist, muss eine Gegendarstellung des DDR-Dopingopfers Catherine Menschner abdrucken. Das entschied das Landgericht Berlin. Die frühere Schwimmerin Menschner hatte ihren Angaben zufolge mit zwölf Jahren Dopingpillen erhalten. Beim Prozess gegen den früheren Chefdoper der DDR, Manfred Höppner, und gegen den Ex-DDR-Sportchef Manfred Ewald, war sie Nebenklägerin. Knecht hatte geschrieben, Zweifel an Menschners Darstellung als Dopingopfer seien seit dem Ewald-Prozess "gerichtsnotorisch". Menschners Anwalt sah in diesem Begriff weit mehr als nur eine Meinung. Schließlich entstehe dadurch der Eindruck, Menschner habe gelogen.

Drei Deutsche bei US Open gesetzt

Drei deutsche Tennis-Profis sind bei den US Open in New York gesetzt. Am höchsten eingestuft wurden der in Florida lebende Hamburger Thomas Haas als 16. sowie Anke Huber (Karlsdorf) an Position 17. Nicolas Kiefer (Holzminden) ist in der 32-Setzliste die Nummer 29. Das letzte Grand-Slam-Turnier der Saison findet vom 27. August bis 9. September in Flushing Meadows statt und ist mit dem Rekord-Preisgeld von 15,8 Millionen Dollar dotiert.

Ferraris Teamchef Todt befördert

Michael Schumachers Teamchef Jean Todt wird nach dem Titel-Double in Budapest befördert. Der Franzose, seit 1993 bei den Italienern für die sportlichen Belange verantwortlich, wird dem Verwaltungsrat des Rennstalls aus Maranello beitreten. Das wurde von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo auf einer Pressekonferenz in Fiorano verkündet. "Todt ist der Vater des Erfolges, ich bin ihm sehr dankbar", sagte Montezemolo. Der Ferrari-Präsident dankte auch den Managern und rund 700 Technikern.

Nationalspieler droht Anklage

Gegen den kolumbanischen Fußball-Nationalspieler Jairo Castillo laufen polizeiliche Ermittlungen. Nachdem der 24-Jährige am Sonntagmorgen einen Verkehrsunfall verursacht hatte, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen, droht dem Stürmer vom italienischen Zweitligisten FC Genua nun eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung. Bei der Durchsuchung des Wagens fand die Polizei eine Whiskey-Flasche, womit sich der Verdacht verhärtet, dass Castillo und seine Mitfahrer bei dem Unfall alkoholisiert gewesen waren.

Südring zum Europa-Cup

Trotz erheblicher finanzieller Sorgen startet der BSC Eintracht Südring vom 5. bis 9. September in Uppsala/Schweden wieder beim Badminton-Europacup. Der Sieger von 1999 und Dritte des Vorjahres fährt mit neu formierter Mannschaft - Schwedens Nationalspieler Hendrik Andersson und Englands Weltranglisten-Siebenten Julia Mann kamen neu - optimistisch nach Schweden. Vor dem Bundesliga-Auftakt (29. September in Wiesbaden) bereiten sich Südrings Spitzenkräfte in ihren Heimatländern vor.

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