Sport : Fakten: Tschechiens Fußballchef verhaftet und weitere Meldungen

weitere Meldungen

Wegen Betrugsverdachts ist der Vorsitzende des Tschechischen Fußballverbands (CMFS), Frantisek Chvalovsky, am Dienstag im Prager Flughafen festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, als Direktor eines landwirtschaftlichen Unternehmens Bankkredite in Höhe von umgerechnet 35 Millionen Mark zweckentfremdet zu haben. Chvalovsky, der auch Mitglied der Uefa-Exekutive ist, drohen bis zu 12 Jahre Haft.

BVB nach Börsengang im Soll

Vier Monate nach dem Börsengang liegt Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund im Soll. Das weist der Halbjahresbericht für die Zeit von Juli bis Dezember 2000 aus. Trotz fehlender Einnahmen aus dem Europapokal konnte der Verein seinen Umsatz um rund 7,2 Prozent auf 53,4 Millionen Euro (104,4 Millionen Mark) steigern. Durch die Kosten für den Börsengang in Höhe von 7,67 Millionen Euro (15 Millionen Mark) besteht jedoch ein Verlust von 7,66 Millionen Euro.

Rückzug statt Titelkampf

Der Kölner Profiboxer Timo Hoffmann hat seinen Titel als Deutscher Meister im Schwergewicht niedergelegt und damit den geplanten Titelkampf gegen Herausforderer Luan Krasniqi verhindert. Der Kölner Sauerland-Boxstall, bei dem Hoffmann unter Vertrag steht, hatte zuvor die Versteigerung des Kampfes gegen Krasniqis Promoter Universum verloren. Krasniqi warf Hoffmann daraufhin vor: "Timo kneift." Der Kosovo-Albaner mit deutschem Pass gewann bisher alle fünf Duelle mit Hoffmann.

Absagen wegen Seuche

Wegen der Maul- und Klauenseuche in Großbritannien wurden dort alle Galopprennen zunächst bis 7. März vorsorglich abgesagt. Die Kurse liegen teilweise in von der Regierung verhängten Sperrzonen. Die irische Regierung hat dem nationalen Rugby-Verband die Absage des Länderspiels am kommenden Sonnabend in Cardiff gegen Wales dringend nahegelegt. Die Fans müssten auf dem Weg nach Wales auch durch Anglesey, wo Fälle der Seuche festgestellt worden waren. Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich, aber sie können sie übertragen. Bereits verschoben ist der Start zur britischen Rallye-Meisterschaft im walischen Wrexham.

Finnischer Skiverband vor der Pleite

Nach dem Dopingskandal um die Langläufer Isometsä und Immonen bei den Nordischen Weltmeisterschaften in Lahti droht dem finnischen Skiverband der Finanzbankrott, weil die drei wichtigsten Verbandssponsoren ihren Rückzug erklärt haben. Die finanziellen Ausfälle für die aktuelle Saison wurden zunächst mit800 000 DM beziffert. Skiverbands-Chef Paavo Petäjä zog die Langläufer aus dem Weltcup zurück. In Zentrum der Dopingaffäre steht Zeitungsberichten zufolge wahrscheinlich der als führender Antidoping-Experte zählende frühere Mannschaftsarzt Juha-Pekka Turpeinen.

Hersteller wollen Formel 1-Anteile

Ein Hersteller-Konsortium aus DaimlerChrysler, BMW, Fiat, Renault und der Jaguar-Mutter Ford plant den Kauf von 33,3 Prozent der Anteile der Formel-1-Trägergesellschaft SLEC. Dies sagte DaimlerChrysler-Vorstand Jürgen Hubbert. "Wir Hersteller sind unglücklich mit der derzeitigen Situation. Wir wollen verhindern, dass die Kirch-Gruppe 75 Prozent erwirbt, denn dies wäre mit Sicherheit das Ende der Formel 1", wird Hubbert von der französischen Nachrichtenagentur afp zitiert. Die Konzerne befürchten, dass Kirch zusammen mit dem Medienkonzern EM.TV für rund zwei Milliarden Mark zusätzlich zu den bisherigen 50 Prozent von EM.TV an der Formel-1-Holding Slec weitere 25 Prozent übernehmen möchte, um dann die Eklusivität der Berichterstattung auszunutzen.

Berliner Sport

Alexis trainiert wieder

Wendell Alexis hat das Training beim Deutschen Basketballmeister Alba Berlin nach seiner Kieverletzung zwar wieder aufgenommen, doch sein Einsatz im Suproleague-Spiel gegen Tabellenführer Panathinaikos Athen (morgen, 20.30 Uhr, Max-Schmeling-Halle) ist noch nicht gesichert. "Wir müssen beobachten, wie es ihm bei Extrembelastungen geht. Keine Bedenken gibt es bei Marko Pesic", sagt Albas Manager Carsten Kerner. Pesic war letzte Woche im Training umgeknickt, hatte bei der knappen Niederlage in Moskau aber gespielt.

Sechster WM-Titel auf Ergometer

Matthias Siejkowski hat bei den 20. Ruder-Weltmeisterschaften auf dem Ergometer in Boston zum sechsten Mal den Titel gewonnen. Der 33-Jährige vom Berliner Ruderclub benötigte 5:42,20 Minuten für die 2000-m-Distanz in der Offenen Klasse. Siejkowski bereitet sich nun wieder mit Partner Detlef Kirchhoff auf die kommende Saison im Zweier ohne Steuermann vor.

Letzte Meldung

Falscher Kapitän an Bord

Die spanische Fußball-Nationalelf hat bei ihrer Reise zum Länderspiel gegen England in Birmingham den falschen Kapitän an Bord gehabt. Der Mannschaftsbus wurde auf dem Weg zum Flughafen Madrid-Barajas gestoppt; Teamkapitän Fernando Hierro musste aussteigen. Der Abwehrchef von Real Madrid war bei einem Länderspiel gegen die Niederlande gesperrt worden und darf gegen England nicht eingesetzt werden. Dies hatten die Verantwortlichen vergessen. Ein britischer Journalist machte sie auf das Versehen aufmerksam.

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