Sport : Fakten: Vier Monate Sperre für drei Züge und weitere Nachrichten

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Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat Ibrahim Tanko (früher Borussia Dortmund, jetzt SC Freiburg) wegen der verbotenen Einnahme von Marihuana zu einer viermonatigen Sperre verurteilt, die am 15. April abläuft. Zusätzlich muss er 15 000 Mark zahlen. Der Ghanaer hatte zugegeben, in den Niederlanden zwei- bis dreimal an einer Marihuana-Zigarette gezogen zu haben. Gleichzeitig wies das Sportgericht den Einspruch des VfB Stuttgart gegen die Wertung der mit 0:2 verlorenen Partie gegen Borussia Dortmund ab. In dem Spiel war Tanko eingewechselt worden.

Milde Strafen im Steuerprozess

Das Landgericht Frankfurt hat im Steuerprozess gegen Eintracht Frankfurt gegen die ehemaligen Funktionäre Wolfgang Knispel und Bernd Hölzenbein Haftstrafen auf Bewährung verhängt. Wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe wurde der ehemalige Schatzmeister Knispel zu 15 Monaten plus 100 000 Mark Bewährungsauflage verurteilt. Der frühere Vizepräsident Hölzenbein erhielt sieben Monate. Wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung wurde auch der ehemalige Berater des Stürmers Anthony Yeboah, Johannes van Berk, zu einem Jahr Bewährungsstrafe verurteilt.

Gemeinsame Bewerbung

Österreich und die Schweiz sind einer gemeinsamen Bewerbung um die Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaft 2008 einen Schritt näher gekommen. Bei einem Treffen der zuständigen Minister am Donnerstag in Bern sagten beide Seiten ihre politische Unterstützung für eine Doppel-Kandidatur zu. Die österreichische Sportministerin Susanne Riess-Passer und ihr Schweizer Kollege Samuel Schmid betonten, die sportliche Infrastruktur in beiden Ländern sei vorhanden und böte eine realistische Erfolgschance.

Fans bei Ausschreitungen verletzt

Bei Ausschreitungen vor dem Uefa-Pokalspiel AS Rom gegen FC Liverpool sind drei englische Fans verletzt worden. Ein 27-Jähriger wurde trotz umfangreicher Schutzmaßnahmen durch die Polizei in der Innenstadt von Rom niedergestochen, zwei weitere Fans erlitten leichte Kopfverletzungen.

Ringer-Bund befürchtet Ruin

Der Deutsche Ringer-Bund (DRB) befürchtet, durch den Dopingfall Alexander Leipold in den finanziellen Ruin getrieben zu werden. Mit formaljuristischen Attacken einen nationalen Start durchzusetzen, trägt offensichtlich wenig zur Aufklärung des Dopingfalles bei, teilte das DRB-Präsidium nach dem wochenlangen Streit um das nationale Startrecht für den Schifferstädter mit. Leipold kündigte unterdessen an, trotz Berechtigung beim Halbfinal-Rückkampf um die Deutsche Mannschafts-Meisterschaft beim Titelverteidiger KSV Aalen nicht zu starten.

Ausgeboxt

Robert W. Lee, der Gründer und ehemalige Präsident des Profibox-Weltverbandes IBF, wurde zu einer Gefängnisstrafe von 22 Monaten und lebenslanger Sperre für alle Ämter im Boxsport verurteilt. Dem 67-Jährigen werden Bestechung und Erpressung vorgeworfen. Lee soll Geld für die Vergabe von Titelkämpfen angenommen und Ranglisten manipuliert haben.

Unsittlicher Starboot-Segler

Starboot-Steuermann Marc-Aurel Pickel wurde vom Deutschen Segler-Verband mit einer Strafe von 1000 Mark belegt. Während der Olympischen Spiele war es zwischen Pickel und einem Teamkollegen bei einer Feier zu Handgreiflichkeiten gekommen. Nach Meinung der Verbandsjuristen hat der Kieler "gegen die guten Sitten verstoßen".

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