Sport : Fakten

Ermittlungen gegen DFB-Chef

Die Staatsanwaltschaft ermittelt offenbar gegen den früheren baden-württembergischen Finanzminister und heutigen DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Wie die "Stuttgarter Zeitung" berichtete, geht es um Bezüge, die Mayer-Vorfelder als Präsident des Fußballvereins VfB Stuttgart erhalten hat. Gegenstand des Ermittlungsverfahrens sind der Zeitung zufolge die Bezüge, die der frühere Finanzminister als Chef des Erstligaklubs in den Jahren 1998 bis 2000 erhielt.

Frankfurt verhindert Lizenzentzug

Durch einen auf rund 13 Millionen und damit auf die Hälfte reduzierten Etat sowie den Verkauf von 15 Prozent Vereins-Anteilen des Sportrechtevermarkters Octagon hat Fußball-Zweitligist Eintracht Frankfurt einen drohenden finanziellen Konkurs zunächst abgewendet. Allein durch den Verkauf der Octagon-Anteile strebt die Eintracht Frankfurt Fußball AG einen Erlös von 7,5 Millionen Euro an.

"Pro 15:30" kündigt Aktionstag an

Mit einem bundesweiten Aktionstag in den Bundesligastadien wollen die Fußball-Anhänger an diesem Wochenende auf bestehende Missstände aufmerksam machen und ihren Forderungen Nachdruck verleihen. Die Fan-Initiative "PRO 15:30 - Kein Kick ohne Fans" kündigte zahlreiche Protestaktionen an. Nachdem die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf die seit langem erhobenen Forderungen der Fans "nicht oder nur unzureichend" eingegangen seien, werde man am 25. Spieltag mit vielfältigen Aktionen auf die Probleme aufmerksam machen.

Aufstand bei Anderlecht gescheitert

Der Aufstand beim belgischen Fußball-Rekordmeister RSC Anderlecht ist gescheitert. Die Profis sprachen sich in einer Abstimmung für Trainer Aime Anthuenis aus. Angeführt worden war die Meuterei von Torhüter Filip de Wilde und Kapitän Glen De Boeck. Die beiden Profis hatten dem Coach mitgeteilt, dass die Gruppe das Vertrauen in ihn verloren habe. Manager Michel Verschueren ließ daraufhin eine geheime Abstimmung durchführen: 13 Spieler waren für, sechs gegen den Trainer, drei enthielten sich der Stimme.

Telekom fördert wieder Ruderer

Die Deutsche Telekom unterstützt ab sofort wieder die deutschen Ruderer. Der nach den mageren Ergebnissen bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000 ausgelaufene Vertrag wurde am Mittwoch erneuert. Er gilt bis nach den Olympischen Spielen in Athen 2004. Erstmals werden von dem Technologie-Unternehmen nicht nur der Achter und der Vierer der Herren, sondern auch die Frauenboote gefördert. Die erneute Zusammenarbeit kam aufgrund der guten Leistungen bei der WM 2001 zustande.

Russland rechnet mit Vorwürfen

Die Moskauer Sportführung rechnet mit weiteren Dopingvorwürfen gegen russische Sportler durch das Internationale Olympische Komitees (IOC) und dessen Medizinkommission. "Das IOC und die Antidoping-Agentur brauchten einen Skandal mit großen Namen, und diese Rolle sollten die siegreichen russischen Skiläuferinnen spielen", sagte der Leiter der Doping-Inspektion des Nationalen Olympischen Komitees Russlands (NOK), Nikolaj Durmanow. Deshalb erwarte er weitere Doping-Vorwürfe.

Hannawald sagt für Lahti ab

Mannschafts-Olympiasieger Sven Hannawald hat seinen Start beim Skisprung-Weltcup am Wochenende im finnischen Lahti abgesagt. Der Hinterzartener leidet nach Angaben vom Marcus Schick, Sprecher des Deutschen Ski-Verbandes (DSV), an einer Knochenhautentzündung am Schienbein. Hannawalds Teilnahme an der Skiflug-Weltmeisterschaft am 9. und 10. März in Harrachov sei jedoch nicht gefährdet.

Huster muss auf EM-Start verzichten

Der Olympiazweite Marc Huster muss auf einen Start bei den Europameisterschaften der Gewichtheber in Antalya/Türkei (21. bis 28. April) verzichten. Der 31-Jährige war wegen einer Infektion einer offenen Wunde am Schienbein ins Bundeswehrkrankenhaus Berlin eingeliefert worden. Als Gast des EU-Cups hatten den dreifachen Europameister in der Klasse bis 85 Kilogramm in Frankfurt/Oder zuvor Schüttelfrostanfälle geplagt.

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