Sport : Fakten

Radprofi Bortolami angeklagt

Der italienische Radprofi Gianluca Bortolami ist wegen vermeintlicher Falschaussage im Prozess gegen Doping-Arzt Michele Ferrari angeklagt worden. Der frühere Weltcup-Sieger und letztjährige Gewinner der Flandern-Rundfahrt hatte im Februar im Zeugenstand behauptet, dass für das Verfahren gegen Ferrari relevante Aufzeichnungen über seine medizinischen Werte von den Ermittlungsbehörden nur unzureichend ausgewertet worden seien.

715 375 Euro für Olympia-Erfolge

Mit einer Rekordausschüttung von 715 375 Euro würdigt die Stiftung Deutsche Sporthilfe die hervorragende Bilanz der deutschen Sportler bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City. Das sind 42 Prozent mehr als nach den Spielen 1998 in Nagano. Die deutschen Olympioniken hatten in Utah mit 12 Gold-, 16 Silber- und 7 Bronzemedaillen die Nationenwertung gewonnen.

Skitrainer Maier stellt Ultimatum

Frauen-Cheftrainer Wolfgang Maier hat nach dem Abschluss der alpinen Ski-Saison harsche Kritik an den Aktiven und den Verantwortlichen des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) geäußert und den Funktionären ein Ultimatum gestellt. "Entweder, es werden grundlegende Dinge im Verband geändert und ich bleibe, oder es bleiben andere, und ich bin weg", sagte der Bundestrainer der "Bild"-Zeitung.

Merckx als Namenspatron

Eine der vier neuen Metro-Stationen in Brüssel wird nach Eddy Merckx benannt. Damit ist Belgiens Radsportstar die erste lebende Persönlichkeit des Landes, nach der eine U-Bahn-Station benannt wird. In Frankreich ist Merckx schon längst Namenspatron: Ein Stadion bei Tours trägt den Namen des fünfmaligen Tour-de-France-Siegers.

Einbruch bei Kanu

Einbrecher haben Nigerias Fußballstar Nwankwo Kanu in seinem Londoner Haus einen ungebetenen Besuch abgestattet. Die Diebe drangen ins Heim des Stürmers von Englands Titelkandidat Arsenal London ein und bedrohten Kanus Bruder mit Waffen. Mit mehreren Mobiltelefonen, Nobel-Kleidung und Bargeld in nicht genannter Höhe als Beute verschwanden die Einbrecher wieder. Kanu selbst war zum Zeitpunkt der Tat nicht im Haus, sein Bruder blieb unverletzt.

Russen nicht nach Israel

Wegen der gefährlichen Situation im Nahen Osten hat Russlands Fußballverband das für den 26. März geplante Länderspiel seiner Junioren unter 21 Jahren in Israel abgesagt. In der vergangenen Woche hatte die Europäische Fußball-Union (Uefa) das Viertelfinal-Hinspiel im Uefa-Pokal zwischen Hapoel Tel Aviv und dem AC Mailand nach Nikosia/Zypern verlegt.

HSV-Kapitän entschuldigt sich

Mannschaftskapitän Nico-Jan Hoogma hat sich bei den Anhängern des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV in einem offenen Brief für das 0:6-Debakel seiner Mannschaft am vergangenen Sonntag bei Hertha BSC entschuldigt. "Das war eine Blamage, eine Minusleistung, wie ich sie beim HSV noch nicht miterlebt habe", schrieb der Niederländer im "Hamburger Abendblatt".

Nazi-Kneipe im WM-Reisetipp

Eine ausführliche Vorstellung einer Nazi-Kneipe in der südkoreanischen Hafenstadt Busan in den Internet-Reisetipps einer japanischen Zeitung für die Fußball-WM hat zu einem Eklat geführt. Rabbi Abraham Cooper von einer Vereinigung jüdischer Bürgerrechtler aus den USA forderte vom Herausgeber der englischsprachigen "Japan Times" neben der bereits erfolgten Abschaltung der Website "eine Entschuldigung und Disziplinierung der verantwortlichen Redakteure".

Dressur-Derby abgesagt

Der Hickhack um die Austragung des Deutschen Dressur-Derbys in Hamburg-Flottbek geht weiter. Nachdem die Veranstaltung abgesagt worden war, dann aber doch parallel zum Deutschen Spring-Derby (9. bis 12. Mai) hatte stattfinden sollen, folgte nun die erneute Streichung des Wettkampfes. Zwar haben die Veranstalter die Genehmigung zur Errichtung eines Dressurvierecks und von Abreiteflächen, die Witterungsbedingungen der vergangenen Wochen machen Bauarbeiten jedoch unmöglich. Die geplante Entwässerung hätte die angrenzenden Gärten unter Wasser gesetzt.

Zweite Geldstrafe für Levins

Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) hat nach einem Ermittlungsverfahren Stürmer Scott Levins vom EHC Eisbären zu einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt. Der US-Amerikaner hatte in der vergangenen Woche beim 3:1-Sieg des Tabellenneunten in Iserlohn Gegenspieler Lars Müller als "Nazi" beschimpft. Levins war von den Eisbären intern schon zu einer Geldstrafe in nicht genannter Höhe verurteilt worden. Außerdem verzichten die Berliner in ihren letzten drei Vorrundenspielen auf Levins. "Wir würden mit seinem Einsatz nur Unruhe in die Mannschaft bringen", begründete Manager Peter John Lee die Entscheidung.

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