Sport : Fakten

Krawalle im argentinischen Fußball

Bei erneuten Zusammenstößen zwischen der Polizei und argentinischen Fußballfans ist am Sonntag ein 17-Jähriger durch einen Schuss lebensgefährlich verletzt worden. Das Unglück ereignete sich beim Erstligaspiel zwischen Nueva Chicago und Huracan (0:4), als sich außerhalb des Stadions Fans der Gastgeber mit den Sicherheitskräften anlegten. Bei den Tumulten kam es zu einer Schießerei, in deren Verlauf der Jugendliche von einer Kugel in den Kopf getroffen wurde. Der 17-Jährige wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, sein Zustand ist nach Angaben der behandelnden Ärzte äußerst kritisch. Ob die Schüsse von einem Hooligan oder von der Polizei abgefeuert wurden, ist noch nicht geklärt.

Fans attackieren Mannschaftsbus

In Tschechien haben wütende Anhänger des Fußball-Rekordmeisters Sparta Prag nach einer 0:2-Niederlage gegen den Tabellen-Achten Jablonec den Mannschaftsbus mit Pflastersteinen beworfen und den Spielern Prügel angedroht. Bei der Aktion sei die Frontscheibe zu Bruch gegangen und weiterer erheblicher Sachschaden am Fahrzeug entstanden.

Internet soll WM-Stadien füllen

Mit einer groß angelegten Internet-Kampagne will das südkoreanische Organisationskomitee (KOWOC) für die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea (31. Mai bis 30. Juni) die restlichen Eintrittskarten verkaufen. Die Kampagne mit dem Motto "Ich bin auch ein Nationalspieler" wird rund einen Monat dauern. Webdesigner wurden gebeten, das WM-Logo auf ihre Seiten zu stellen, um die erste Fußball-WM in Asien zu unterstützen. In Südkorea sind bisher erst 81,5 Prozent der 456 670 Karten, die in den freien Verkauf gehen, abgesetzt worden.

Rapid remis gegen Graz

Teamchef Lothar Matthäus hat mit dem österreichischen Fußball-Bundesligisten Rapid Wien dem Tabellendritten Grazer AK ein Unentschieden abgetrotzt. Im Grazer Schwarzenegger-Stadion war das Team des deutschen Rekordnationalspielers durch den ehemaligen Frankfurter Thomas Sobotzik in Führung gegangen, musste sich aber am Ende mit einem 2:2 begnügen. Regisseur Andreas Herzog wurde in der 68. Minute ausgewechselt. Rapid bleibt nach dem Remis Siebenter in der Tabelle.

Fenerbahce verpasst Führung

Ein Gegentor in der Nachspielzeit hat Fenerbahce Istanbul in der türkischen Fußballmeisterschaft den Sprung an die Tabellenspitze verdorben. Der von Trainer Werner Lorant betreute Titelverteidiger lag bei Genclerbirligi durch den Israeli Revivo in Führung, bis Ahmet Hassan für die Gastgeber mit dem Schlusspfiff den 1:1-Ausgleich besorgte. Der 14-malige Meister liegt jetzt punktgleich hinter Tabellenführer Galatasaray Istanbul auf dem zweiten Rang, zwei Punkte vor Christoph Daums Besiktas Istanbul, das am Freitag über ein 0:0 gegen Anatalyaspor nicht hinaus gekommen war.

Botschaft von US-Präsident Bush

Die Cleveland Indians haben die Saison der Major League Baseball (MLB) mit einem 6:0-Erfolg bei den Anaheim Angels eröffnet. Vor Beginn der Partie hatte sich US-Präsident George W. Bush per Videobotschaft an die Spieler sowie die 42 697 Fans gewandt und die besondere Bedeutung der Sportart für die USA betont.

Keine Pferderennen aus Respekt

Am Tag der Beerdigung von Queen Mum werden in England keine Pferderennen ausgetragen. Die für den 9. April vorgesehenen Veranstaltungen in Pontefract, Southwell und Exeter wurden aus Respekt vor der Königinmutter abgesagt, die am Samstag im Alter von 101 Jahren gestorben war und Zeit ihres Lebens als leidenschaftliche Anhängerin von Galopprennen galt.

Armstrong schon in guter Form

Der dreifache Tour-de-France-Gewinner Lance Armstrong (USA) hat seinen ersten Saisonsieg um 45 Hundertstelsekunden verpasst. Der 30-Jährige belegte in der Gesamtwertung des Criterium International in Nordfrankreich hinter Alberto Martinez aus Spanien Rang zwei und unterstrich seine erstaunliche Frühform. Das abschließende 8,5 km lange Einzeitfahren in Charlesville-Mezieres entschied Jens Voigt für sich.

"Pokal-Raub" zum 1. April

Mit einem Aprilscherz überraschte der Fußball-Zweitligist 1. FC Union gestern die Zeitungsredaktionen. Auf offiziellem Vereins-Briefbogen teilte Lars Töffling, der Pressesprecher des Vereins, mit, dass aus der Geschäftsstelle in der Hämmerlingstraße über Ostern der FDGB-Pokal gestohlen worden sei. Jene Trophäe also, die Union im Jahre 1968 zum ersten und einzigen Mal gewonnen hat. In dem Schreiben heißt es weiter, dass der Verein bei der Wiederbeschaffung auf die Mithilfe seiner Fans vertraue und einen Finderlohn in noch unbekannter Höhe aussetzen werde. Die Union-Anhänger brauchen jedoch nicht ihre Spürnasen oder -hunde zu aktivieren. Schon das Datum "1. April" im Briefkopf verrät: Alles nicht gar so ernst nehmen.

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