Sport : Fan als Verstärkung

Kehrt Steffen Baumgart zum 1. FC Union zurück?

Matthias Koch

Berlin - Wo der Weg für Fußball-Regionalligist 1. FC Union Berlin im Sommer 2008 hinführt, ist ungewiss. Von zweiter bis vierter Liga ist alles möglich. Die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus trennen drei Punkte von Rang zwei, der zum Aufstieg in die Zweite Bundesliga berechtigt. Als Tabellenneunter hätte Union derzeit die Qualifikation für die neue eingleisige Dritte Liga geschafft. Ab Platz elf, der vier Punkte entfernt ist, droht der Absturz in die demnächst nur noch viertklassige Regionalliga. Letztgenanntes Szenario schließen die Köpenicker aus. „Unser Kader hat die Qualität, in die Zweite Liga aufzusteigen und mindestens die Dritte Liga zu schaffen“, sagt Sportchef Christian Beeck. „Wir wollen in die Dritte Liga“, sagte auch Trainer Uwe Neuhaus nach dem gestrigen Trainingsauftakt bei eisigen Temperaturen.

Zu den 23 Übenden zählten auch Marco Löring vom FC Augsburg und Dustin Heun vom VfB Lübeck. Der dritte Zugang, Stürmer Shergo Biran von Babelsberg 03, stand am Donnerstag aus rechtlichen Gründen nicht auf dem Kunstrasenplatz. Das ist der vorläufige Höhepunkt des Transferstreits mit Ligakonkurrent Babelsberg 03, der auf einen Vertrag mit Biran bis Sommer 2008 pocht. Für den 1. FC Union spielt Biran aber ohnehin nicht die entscheidende Rolle. „Ohne die Verletzung von Tom Martins hätten wir kein Interesse an Shergo gehabt. Er wurde uns ja schon vor Wochen von seinem Berater angeboten“, sagte Sportchef Beeck.

Vielleicht bietet sich in Kürze ja eine ganz andere Lösung an. Der bekennende Union-Fan Steffen Baumgart hat am gestrigen Donnerstag seinen Auflösungsvertrag bei Energie Cottbus unterschrieben. Der Stürmer, der am Sonnabend 36 Jahre alt wird, wohnt nicht mal fünf Autominuten von der Alten Försterei entfernt. „Bisher hat noch kein Gespräch mit Baumgart stattgefunden. Aber der Respekt vor einem ehemaligen verdienstvollen Unioner schließt dieses nicht aus“, sagte Christian Beeck.

Der Sportchef des Regionalligisten zählt im Gegensatz zu Präsident Dirk Zingler aber nicht zu den größten Baumgart-Befürwortern. Der nunmehr arbeitslose Angreifer selbst gibt sich offen. „Über meine Beziehung zu Union muss man nicht mehr viel sagen“, sagt Baumgart. „Ich hatte bei Union meine beiden schönsten Jahre. Aber es muss für beide Seiten passen.“ Matthias Koch

0 Kommentare

Neuester Kommentar