Fans nicht überall friedlich : Mit Eisenstangen gegen kroatische Fans

Zehntausende Menschen haben trotz meist schlechten Wetters in Deutschland auf Fan-Festen im Freien das Spiel der deutschen Elf gegen Kroatien verfolgt. Größtenteils blieb es trotz der deutschen Niederlage friedlich. In einigen Städten kam es nach dem Schlusspfiff allerdings zu Ausschreitungen. In Berlin lief es weitestgehend friedlich - bis auf einige Rangeleien.

In Heilbronn in Baden-Württemberg demolierte eine Gruppe Deutscher mit Eisenstangen ein Auto kroatischer Fans. 120 Menschen hatten laut Polizei zuvor die Straße blockiert und die Kroaten so zum Anhalten gezwungen. Als die Einsatzkräfte auf dem Heilbronner Marktplatz eine Schlägerei zwischen deutschen und kroatischen Fans beendet wollten, gingen beide Gruppen plötzlich gemeinsam auf die Polizisten los.

In Hamburg mussten laut Feuerwehr 16 Menschen mit Platzwunden oder Gehirnerschütterungen ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem Bierflaschen geworfen wurden. Mehrere Randalierer wurden festgenommen. Auch Hannover wurden mehrere Menschen schwer am Kopf verletzt, als Randalierer Bierflaschen in die Menge warfen. Auch zu Schlägereien kam es. Neun Männer wurden wegen gefährlicher Körperverletzung festgenommen.

In den meisten Städten blieben die Fußball-Feste aber friedlich. In Köln versammelten sich etwa 27 000 Fans bei Nieselregen vor und in der Kölnarena, in Dortmund strömten 9000 Menschen in die Westfalenhalle. Kaum besser war das Wetter in Hannover, wo 8000 Fans in bunten Kostümen und mit bemalten Gesichtern die Übertragung mitverfolgten. „Wir sind wegen der Stimmung hier, da macht der Regen nichts“, sagte ein weiblicher Fan in Frankfurt. Ein kroatischer Fan genoss die Mischung aus Anhängern beider Mannschaften: „Ich finde es schön, das Spiel mit den Deutschen gemeinsam zu sehen.“ Am Ende hatte er freilich mehr Grund zum Jubeln als die deutschen Zuschauer. (dpa)

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