Fanshop-Eröffnung des FC Bayern München : Die Berliner Mall spricht Bayrisch

Der Deutsche Rekordmeister baut sein Imperium aus: Auch in Berlin kann der Fan nun offizielle Fankleidung erwerben. Zur Einweihung am Freitag erschienen Karl-Heinz Rummenigge, Claudio Pizarro und Pepe Reina.

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In dem Einkaufszentrum „LP12 - Mall of Berlin“ am Leipziger Platz in Berlin bekommt man vieles: Armani, Gucci, Eis und Kinderspielzeug. Und seit diesem Freitag auch allerlei Fan-Artikel des FC Bayern München. Der Deutsche Rekordmeister hat seinen bereits 10. offiziellen Fan-Shop in Deutschland eröffnet.

Schätzungsweise 500 Fans erwarteten drei Stunden vor dem Anpfiff des Spiels der Bayern gegen die Hertha auf den Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge, der um 12 Uhr das Rote Band zur Eröffnung durchschnitt. Anschließend gab es Autogramme von Claudio Pizarro und Pepe Reina. Der Stadionsprecher der Münchener, Stephan Lehmann, moderierte und wurde nicht Müde zu betonen, dass sein Verein Deutscher Rekordmeister ist.

Zudem musste er die Erfolge und Leistungen der derzeit angeschlagenen Pizarro und Reina betonen, da die herbei gereiste Anhänger auf Stars wie Manual Neuer oder Thomas Müller gehofft hatten. Aber diese mussten sich selbstverständlich mit der Mannschaft auf das Spiel vorbereiten. So manchem war der Ersatztorwart der Münchener noch fremd, der vor der Saison von FC Liverpool verpflichtet wurde und immerhin Welt- und Europameister mit Spanien wurde. Claudio "Pizza" Pizarro hingegen ist altbekannt und beliebt, aber einfach kein Neuer oder Müller.

Trotzdem war der Andrang groß. Die 48 jährige Gisela wartete beispielsweise seit 7 Uhr morgens im Einkaufszentrum und war daher auch die erste, die Fotos mit ihren Stars machen durfte. Fantrachten und Lederhosen suchte man jedoch vergebens. Bei den Besuchern handelte es sich nicht um bayrische Ultras, sondern um Vereins-Sympathisanten aus Berlin und Umgebung, die sich, beziehungsweise ihren Nachwuchs, erst noch in Vereinsfarben einkleiden müssen. Auf einer Verkaufsfläche von 150 Quadratmetern mit Trikots, Postern und über 700 weiteren Artikeln des FC Bayern bietet sich ihnen kurz vor dem Weihnachtsfest nun die Möglichkeit dazu.

An einem Sieg gegen die Hertha zweifelte niemand, und auch vereinzelte Fans des Gegners wurden mit der typischen Rekordmeister-Arroganz lediglich belächelt. "Euer Fanshop ist doch unten im Keller, so wie die Hertha", rief man zwei jugendlichen Hertha-Fans zu, die eine Fahne ihres Vereins durch die Mall trugen. Mehrfach bejubelt wurde der Rekord-Umsatz des FC Bayern München: 528 Millionen Euro. "Und das verdanken wir natürlich auch euch den Fans", strahlte Stephan Lehmann ins Mikrofon. Also auf zum fröhlichen Umsatzsteigern, damit der Rekordmeister mehr als nur drei Punkte aus Berlin mitnimmt.

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