Sport : Favre: „Wir haben keine Angst“

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Mönchengladbach - Das Überraschungsteam der Vorrunde erlebte seine schwierigste Phase, als der Ball gerade mal aus dem Spiel war. Nachdem Anfang Januar bekannt wurde, dass Borussia Mönchengladbach zum Saisonende Nationalspieler Marco Reus (Dortmund) und Roman Neustädter (Schalke) würde gehen lassen müssen, herrschte kurzzeitig eine Art Depression am Niederrhein. Allerdings nur außerhalb des Vereins, wie Manager Max Eberl nicht müde wird zu betonen, denn: „In der Mannschaft ist das gar kein Thema gewesen.“ Diese Ansicht aber hat Eberl vor dem Rückenrundenauftakt gegen den FC Bayern am Freitagabend (20.30 Uhr, ARD) im ausverkauften Borussiapark exklusiv. Trainer Lucien Favre sagt jedenfalls: „Das war für alle sehr schwierig. Für mich, für das ganze Trainerteam, für alle. Ohne Ausnahme.“

Zur Stimmungssicherung ist die Klubspitze gerade dabei, Favre etwas früher als geplant zu einer Verlängerung seines bis 2013 laufenden Vertrags zu bewegen. Mehr als freundliche Diplomatie ist dem Trainer aber nicht zu entlocken. „Ich freue mich über die Anerkennung meiner Arbeit, außerdem stehe ich mit den Verantwortlichen in kontinuierlichem Dialog“, sagt Lucien Favre. „Aber ich denke nur an die Zeit bis zum Ende dieser Saison.

Den Weg in ihre fulminante Hinrunde ebneten sich die Fast-Absteiger des Vorjahres im August mit einem 1:0-Sensationssieg in München. „Psychologisch ist das jetzt eine ganz andere Situation, aber trotzdem nicht neu für uns“, findet Favre. „Wir haben keine Angst vor den Bayern und werden unser Spiel machen.“ Mit einem ehrgeizigen Marco Reus, der am Freitag zum letzten Mal in einem Bundesligaspiel gegen den FC Bayern das Gladbacher Trikot tragen wird. Andreas Morbach

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