Sport : FBI testet Klitschkos Trainer am Lügendetektor

-

Seine Hände waren noch geschwollen von den vielen Schlägen gegen Corrie Sanders, da kämpfte der neue Weltmeister Witali Klitschko den nächsten Kampf – den Kampf um Gerechtigkeit für seinen Bruder Wladimir. Dieser soll seinen WMKampf am Osterwochenende unter mysteriösen Umständen verloren haben.

Unter der Woche wurden die Geschehnisse und Spekulationen immer skurriler. So mussten sich sämtliche Mitglieder des Betreuerstabes von Wladimir Klitschko einem Lügendetektor-Test unterziehen. Die Klitschkos wollen sichergehen, dass keiner aus der eigenen Crew in die Sache verstrickt ist. Bei Wladimir war nach dem Kampf gegen Lamon Brewster ein erhöhter Blutzuckerwert festgestellt worden. Eine erste Blut- und Urinuntersuchung, bei der nach Spuren von Drogen und Doping gesucht worden war, brachte keine Erkenntnisse. Auf andere Spuren hin werden die Proben nun noch einmal vom amerikanischen Dopingexperten Donald Catlin von der Universität UCLA untersucht. Ergebnisse werden Mitte der Woche in Los Angeles erwartet.

Dem Test am Lügendetektor mussten sich die Trainer Emanuel Steward und Fritz Sdunek sowie der Cutman Jo Souza unterziehen. Während Sdunek („Ich wurde vom FBI vorgeladen“) der Einladung mit reinem Gewissen gerne folgte, wollte sich der beim besagten Kampf als Headcoach agierende Emanuel Steward nicht an die Details erinnern: „Ich wurde als Erster zwei Stunden lang getestet. Das FBI war aber meines Wissens nicht involviert.“ Der wohl nicht ganz freiwillige Rücktritt von Cutman Souza sorgte derweil für Verwirrung. Angeblich soll der Amerikaner mit seinem Rückzug einer Entlassung durch die Klitschkos zuvorgekommen sein.

„Für mich war das eine Pflicht und eine interessante Sache“, sagte Trainer Sdunek nach dem Test. Er wurde beispielsweise befragt, ob er glaube, dass jemand den Klitschkos schaden wolle? Sdunek bestand den Lügendetektor-Test mit 0,01 Prozent.

Wladimir Klitschko verweigerte in der Nacht zum Sonntag einen Kommentar und deklarierte den Vorgang kurzerhand zur „internen Angelegenheit“, zu der er sich noch nicht äußern wolle. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben