FC Augsburg gegen FC Liverpool : Der FCA will gegen Jürgen Klopp "alles raushauen"

Am Donnerstagabend spielt der FC Liverpool gegen FC Augsburg. Kann der FCA in der Europa-League glänzen?

Auch auf den wieder genesenen englischen Nationalstürmer Daniel Sturridge kann Klopp zählen
Auch auf den wieder genesenen englischen Nationalstürmer Daniel Sturridge kann Klopp zählenFoto: REUTERS

Der FC Augsburg unternimmt einen Balanceakt. Bayern München abhaken, sich auf Liverpool konzentrieren - und Hannover 96 auf keinen Fall vergessen. Markus Weinzierls Team steckt in einem Dilemma zwischen internationaler Kür und nationaler Pflicht.
Pep Guardiola und den FC Bayern München wollten die Augsburger so schnell wie möglich vergessen. Die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl versuchte, schon kurz nach dem 1:3 gegen den deutschen Erstplatzierten wieder auf das Liverpool-Spiel zu konzentrieren. Die Rückkehr von Jürgen Klopp nach Deutschland mit seinem FC Liverpool am Donnerstag soll für die Augsburger zum Festtag werden. Doch schon drei Tage später muss sich der abstiegsbedrohte FC Augsburg im Kellerduell bei Hannover 96 bewähren.
„Wir müssen in der Bundesliga bleiben. Dafür brauchen wir die Punkte, um den Abstand nach hinten zu vergrößern oder zumindest nicht kleiner werden zu lassen“, erläuterte Weinzierl den Balanceakt zwischen Pflicht und Kür des Tabellen-14. „International werden wir auch 100 Prozent geben, weil das die Kür ist. Jeder freut sich, dass wir international spielen. Es gilt beides zu vereinen.“
Zum Ende der Hinrunde gelang Europa-League-Neuling Augsburg diese anspruchsvolle Herausforderung. Nach nun vier sieglosen Partien hintereinander und nur noch einem Punkt Vorsprung auf den 16.Werder Bremen. Kann der FCA dieser Doppelbelastung wirklich standhalten?
Manager Stefan Reuter hat volles Vertrauen. „Die Mannschaft hat schon in der Vorrunde bewiesen, dass sie mit Englischen Wochen umgehen kann“, versicherte er. „Wir werden sicher alles raushauen gegen Liverpool. Alle sind heiß darauf.“

Auf einen erneuten Coup gegen die Bayern konnten die Augsburger nur anfangs hoffen. „Augsburg war in den ersten 15 Minuten besser als wir“, räumte Guardiola zwar ein. Doch dann erzielte Torjäger Robert Lewandowski die Führung für die Münchner. Er selbst und Angriffspartner Thomas Müller erhöhten nach dem Seitenwechsel. Der Treffer von Raul Bobadilla für extrem harmlose Hausherren war nicht mehr als Ergebniskosmetik.
„Es ist der kleine, aber feine Unterschied, diese individuelle Weltklasse“, lobte Weinzierl Lewandowskis ersten Streich. „Man hat den Qualitätsunterschied deutlich gesehen“, resümierte FCA-Kapitän Paul Verhaegh nach der zehnten Saisonniederlage. Zähler gegen die so dominanten Bayern wären ohnehin nur „Bonuspunkte“ gewesen.
Eine ähnliche Konstellation erwartet Weinzierls Team in den beiden Zwischenrunden-Duellen mit Klopps Engländern. „Wir sind der Außenseiter“, stellte Verhaegh fest. „Wir wollen die Spiele dennoch genießen und versuchen für eine Überraschung zu sorgen.“ Jedoch hat das Team von Jürgen Klopp nach dem 6:0 gegen Aston Villa Rückenwind.
Inwieweit Abwehrspieler Jeong-Ho Hong und Mittelfeldspieler Jan Moravek mitwirken werden können, ist fraglich. Hong erlitt am Sonntag eine zunächst nicht näher beschriebene Muskelverletzung im Oberschenkel, Moravek eine leichte Gehirnerschütterung.
Den brisanten Balanceakt zwischen München, Liverpool und Hannover schien Verhaegh kurz nach dem Bayernspiel jedenfalls sehr gut hinzubekommen. „Wir wissen, was wichtig ist“, bemerkte der Niederländer. Und das sei in erster Linie Hannover 96. dpa


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