FC Bayern - Freiburg 4:0 : Den Nimbus verloren

Die Bayern geben sich keine Blöße und schlagen den SC Freiburg problemlos 4:0. Damit hat nur noch ein Team in dieser Saison in der Bundesliga noch nicht gegen die Münchner verloren.

Anja Perkuhn
Xherdan Shaqiri traf gegen Freiburg erst zweimal, zog sich dann aber einen Muskelfaserriss zu und fällt einige Wochen aus.
Xherdan Shaqiri traf gegen Freiburg erst zweimal, zog sich dann aber einen Muskelfaserriss zu und fällt einige Wochen aus.Foto: AFP

Es gab nur zwei Teams, die in dieser Saison nicht gegen den FC Bayern verloren haben: Bayer Leverkusen und den SC Freiburg. Diesen Nimbus sind die Freiburger nun los: 0:4 (0:3) verloren sie bei den übermächtigen Münchnern.

Dabei war viel Mut in Spiel der Freiburger. Unermüdlich lief Freiburg gegen die Gastgeber an, mit seinem Pressing brachte das Team von Trainer Christian Streich die Bayern auch tatsächlich hin und wieder etwas aus dem Gleichgewicht. „Keine einzige Mannschaft ist unschlagbar. Auch wir nicht“, hatte Kapitän Philipp Lahm nach dem 5:0 im Pokal gegen den Hamburger SV gesagt.

Doch es war auch viel solide Arbeit in dem Spiel, bei den Münchnern zumindest. Die Bayern spielten sich manierlich und konzentriert durch Freiburgs Tapferkeitsfußball. Den Freistoß nach einem Foul an Arjen Robben wehrte Freiburg zwar noch ab, Diego Contento kam aber an den Ball, flankte in den Strafraum, wo sich Dante in den Kopfball warf und in der 19. Minute zum 1:0 traf. Eine Viertelstunde später hebelte Claudio Pizarro mit einem Hackentrick die Freiburger Abwehr aus und Xherdan Shaqiri zirkelte aus spitzem Winkel genau in die paar Zentimeter zwischen Torpfosten und hochgereckter Hand des Torwarts Oliver Baumann zum 2:0. Danach kam Freiburg kaum noch über die Mittellinie. Kurz vor dem Halbzeitpfiff war es Toni Kroos, der über links unwiderstehlich zum Tor zog, in die Mitte auf Shaqiri spielte – und so das 3:0 für Bayern einleitete.

Und auch noch im Spiel: Bastian Schweinsteiger. Als sich der am Sprunggelenk langzeitverletzte Mittelfeldspieler warmlief und in der 61. Minute schließlich für Shaqiri auf den Platz kam, jubelten die 71 000 Zuschauer beinahe so laut wie beim ersten Treffer und mindestens so laut wie beim dritten.

In der 69. Minute stand noch einmal der eingewechselte Sebastian Kerk plötzlich frei vorm Tor von Manuel Neuer und hatte den Anschlusstreffer auf dem Fuß – er schoss aber knapp links vorbei. Kurz vor Schluss lief Javier Martinez noch einmal allein auf Baumanns Tor zu, der blieb lange stehen und zwang Martinez dazu, rechts vorbeizuschlenzen. Zwei Minuten später erhöhte Claudio Pizarro aber noch zum 4:0. Bayern ist nun seit 46 Bundesliga-Partien unbezwungen.

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