Sport : FC Bayern mit großen Personalsorgen vor dem Spiel gegen Kiew

Thomas Niklaus

In seinem letzten Europapokalspiel des Jahrtausends will der FC Bayern München allen Problemen zum Trotz den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft in der Champions League legen. "Wir müssen gegen Kiew gewinnen, um unsere Chance auf das Viertelfinale zu wahren. Wir haben in Trondheim zwei Punkte verloren, die müssen wir uns zurückholen", fordert Manager Uli Hoeneß vor der heutigen zweiten Partie der Zwischenrunde (20.45 Uhr/live bei tm 3) gegen Dynamo Kiew.

Auch für Trainer Ottmar Hitzfeld zählt gegen den Ukrainischen Meister nach dem mageren 1:1 zum Auftakt bei Rosenborg Trondheim nur ein Sieg. Zumal das Jahr 2000 für die Bayern in der "Königsklasse" mit zwei Paukenschlägen beginnt: Am 29. Februar und am 8. März ist Real Madrid zweimal der Gegner in der Gruppe C. "Wir werden gegen Kiew voll auf Sieg spielen", kündigte Hitzfeld eine offensiv ausgerichtete Mannschaft an.

Große Alternativen hat der Erfolgscoach ohnehin nicht mehr. Die Personalsorgen sind so groß wie nie zuvor in dieser Saison. Kein Wunder, wenn Hitzfeld klagt: "Wir sind am Limit angelangt. Jetzt darf nicht mehr viel passieren. Man kann nicht alle Leistungsträger ersetzen." Schaut aber ganz so aus. Thomas Strunz, Giovane Elber, Bixente Lizarazu (alle verletzt) und Jens Jeremies (gesperrt) fallen sicher aus. Fraglich ist zudem, ob Lothar Matthäus (Adduktorenprobleme), Mehmet Scholl (Wadenprellung) und der grippekranke Kapitän Stefan Effenberg einsatzfähig sind. Da klingt es fast nach Durchhalteparole, wenn Hitzfeld erklärt: "Wir können auch ohne Matthäus und Effenberg Kiew schlagen." Dabei weiß der Bayern-Trainer, dass Kiew selbst punkten muss, um nicht schon nach zwei Spielen ins Hintertreffen zu geraten. Hitzfeld: "Kiew hat das erste Spiel gegen Real Madrid 1:2 verloren, die stehen schon gewaltig unter Druck."

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