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FC Bayern München - Guangzhou Evergrande 3:0 : Bayern spazieren ins Club-WM-Finale

Mit 3:0 siegte der FC Bayern München am Dienstagabend in Agadir gegen den chinesischen Serien-Meister Guangzhou Evergrande. Das war ein Sieg im Schongang, aber mit souveräner Leistung. Der FC Bayern steht kurz vor der finalen Kür seines historischen Erfolgsjahres.

In der 44. Minute schoss Mario Mandzukic das 2:0 gegen Guangzhou Evergrande.
In der 44. Minute schoss Mario Mandzukic das 2:0 gegen Guangzhou Evergrande.Foto: Reuters

Der FC Bayern ist nach einem locker-leichten Halbfinal-Erfolg bei der Club-WM nur noch einen Sieg von der offiziellen Krönung zur besten Vereinsmannschaft der Welt entfernt.

Das haushoch überlegene Münchner Starensemble musste am Dienstagabend in Agadir beim 3:0 (2:0) gegen den chinesischen Serien-Meister Guangzhou Evergrande nicht einmal alles zeigen und bewahrte die Asiaten bei vier Aluminiumtreffern vor einer noch höheren Niederlage.

„Wir haben das gut gemacht. Wir sind Profis und wir wollen diesen Titel gewinnen, deswegen haben wir heute so gut gespielt“, sagte Franck Ribéry, der den Sieg mit seinem Treffer in der 40. Minute eingeleitet hatte. Mario Mandzukic (44.) und Mario Götze (47.) erhöhten für den Triple-Sieger gegen das nachlassende Team von Marcello Lippi. „Die Bayern sind eine Klasse für sich“, lobte Ehrenpräsident Franz Beckenbauer.

Im Finale und letzten Spiel der Bayern im historischen Erfolgsjahr 2013 treffen die Münchner am Samstag entweder auf Raja Casablanca oder Atletico Mineiro mit Ex-Weltfußballer Ronaldinho. Neben dem fünften Titel in diesem Jahr insgesamt, und dem zweiten für Coach Josep Guardiola (Supercup) winken den Bayern auch noch 3,65 Millionen Euro Siegerprämie kurz vor dem Weihnachtsfest.

Auf dem vorletzten Schritt zum nächsten Zahltag war vor rund 28 000 Zuschauern im Stade Adrar aber erstmal Geduld gefragt. „Wir haben ein bissl lang gebraucht fürs 1:0, aber insgesamt souveränen Fußball gespielt. Genau, wie wir es uns vorgenommen hatten“, betonte Kapitän Philipp Lahm.

Die Bayern übernahmen erwartungsgemäß das Kommando und Guangzhou igelte sich ein. Sieben, acht Feldspieler drängelten sich im und um den eigenen Strafraum, um

Doch soweit kam der chinesische Meister der vergangenen drei Spielzeiten gar nicht. Die ganz in weiß gekleideten Bayern ließen sich von der chinesischen Abwehrmauer nicht beirren, selbst wenn es einiger Versuche gegen die emsigen Lippi-Schützlinge bedurfte. Am knappsten scheiterten zunächst Thiago (16.) und Toni Kroos (25.), die nacheinander Pfosten und Latte trafen. Dass beim Kroos-Kracher der Ball auch nicht hinter die Linie sprang, bewiesen die Bilder der eingesetzten Torlinien-Technologie. Sie kam ebenso zum Einsatz wie ein weißes Spray, um den Abstand der Mauer bei einem Freistoß zu markieren.

Ob ruhender Ball oder aus dem flüssigen Spiel der Münchner heraus - es dauerte bis fünf Minuten vor der Halbzeit, ehe die Bayern das Bollwerk durchbrachen. Deutschland-Schreck Lippi, der bei der WM 2006 mit Italien die DFB-Elf im Halbfinale aus dem Turnier geworfen und anschließend Italien zum Titel geführt hatte, musste mitansehen, wie seine eifrigen Spieler den einschussbereiten Thiago noch aufhalten konnten, bei Ribérys Schuss aus halblinker Position und rund sieben Metern landete der Ball aber im Netz. Die Bayern, denen die 54 Pflichtspiele im Wunderjahr 2013 kaum anzumerken waren, legten wenig später nach. Wieder mit Vorbereiter Thiago, diesmal mit einer Flanke von rechts, traf Mandzukic per sehenswertem Flugkopfball.

So konnte es weitergehen. Allerdings musste Lahm, der wieder auf der Sechs vor der Abwehr agierte, kurz nach dem Seitenwechsel erstmal vorm eigenen Tor gegen Muriqui eingreifen und die erste Torchance von Guangzhou verhindern. Im direkten Gegenzug zirkelte Götze den Ball wunderbar ins Tor zum dritten Bayern-Treffer. Pech hatte Ribéry, als er vor seiner Auswechslung unter dem Applaus der Zuschauer in Marokko nur das Torgebälk traf (66.). Am Ende spielten die Münchner den Sieg entspannt über die Zeit. In der 87. Minute wäre Götze dennoch fast sein zweiter Treffer gelungen. Nur mit den Fingerspitzen konnte Keeper Cheng Zeng den Ball an die Latte lenken. (dpa)

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