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FC Bayern ohne Alaba, Ribéry und Robben in Dortmund : Manuel Neuer: "Wir sind trotzdem noch 1a-Mannschaft"

Das gefühlte Spitzenspiel der Bundesliga steigt am Sonnabend in Dortmund. Bayern-Trainer Pep Guardiola muss auf Franck Ribéry, Arjen Robben und David Alaba verzichten. Doch Trowart Manuel Neuer ist guter Dinge.

Immer gern gesehen. Bastian Schweinsteiger (r.) und Dortmunds Henrich Mchitarjan von Dortmund kämpfen um den Ball.
Immer gern gesehen. Bastian Schweinsteiger (r.) und Dortmunds Henrich Mchitarjan von Dortmund kämpfen um den Ball.Foto: dpa/Andreas Gebert

Es klingt absurd: 31 Punkte haben die Bayern mehr auf dem Konto als Borussia Dortmund. Und trotzdem ist das Duell am Sonnabend um 18.30 Uhr zumindest das gefühlte Spitzenspiel in der Fußball-Bundesliga. Für die Bayern gibt es vor dem Spiel eine schlechte Nachricht: Die Verletzung von David Alaba. Der Österreicher wird mindestens sieben Wochen ausfallen, ein herber Verlust für die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola. Zudem wird der angeschlagene Franck Ribéry genauso wie Arjen Robben aller Vorassicht nach nicht auflaufen können.

Bayerns Torwart Manuel Neuer sagte am Donnerstagmittag dazu auf der Pressekonferenz: "Die Ausfälle sind sehr bitter für uns. Wir hoffen, dass sie schnell wieder fit werden. Dafür kehren Philipp Lahm und Thiago zurück. Sie haben ja gut trainiert. Wir werden nicht mit einer 1b-Mannschaft auftreten, sondern immer noch eine 1a-Mannschaft." Das Spiel in Dortmund werde - trotz des großen Abstands in der Tabelle - wie immer "Finalcharakter" haben. Nationaltorhüter Neuer sagte zudem: "Wir müssen vielleicht ein bisschen umdenken und unser Spiel wird sich etwas verändern. Das heißt aber nicht, dass wir schlechter spielen. Wir haben nun andere Möglichkeiten nach vorne zu spielen. Unser Trainer wird uns gut einstellen und ich denke, dass wir in unserer Position die Möglichkeit haben, drei Punkte beim BVB zu holen."

Fehlen wird den Bayern womöglich auch Holger Badstuber, bei dem es zuletzt hieß, er habe "muskuläre Probleme". Der Nationalspieler hat am Donnerstag bei den Bayern nicht mittrainiert. "Wir müssen aufpassen, dass es für ihn nicht zu schnell geht", sagte Neuer. Zum Spiel in Dortmund sagte er außerdem: "Ich mag die Atmosphäre dort."

Trotz misslicher Personallage: Die Vorfreude ist in München groß

Nach Neuer äußerte sich auch der Bayern-Kapitän zur personellen Situation. "Wir müssen unser Spiel anpassen", sagte Philipp Lahm. "Wir müssen mehr über das Pass-Spiel kommen." Trotzdem: "Die Vorfreude auf die Partie ist absolut da. So ein Spiel in Dortmund ist etwas Schönes."

Zumindest verbal sind sie auch bei Gegner Borussia Dortmund schon in guter Form. Ihr Innenverteidiger Neven Subotic blickt dem Duell mit Meister Bayern München durchaus optimistisch entgegen. „Jede Mannschaft ist schlagbar. Die Bayern auch“, sagte Subotic dem „Kicker“ (Donnerstag). „Dass wir bisher die viertbeste Rückrunden-Mannschaft sind, gibt uns ein gutes Gefühl“, ergänzte Subotic vor dem Topspiel der Bundesliga am kommenden Samstag.

Der Tabellenführer aus München müsse sich „auf topmotivierte Dortmunder in einem heißen Stadion“ einstellen. „Es wird köcheln und brodeln, und diese Hitze müssen die Bayern aushalten. Das wird kein Zuckerschlecken für sie“, meinte Subotic.

Obwohl der Tabellenzehnte gegen den Tabellenführer antrete, sei die Partie „in gewisser Hinsicht“ schon ein Spitzenspiel, sagte Subotic. Immerhin handele es sich um die beiden besten Mannschaften und Meister der vergangenen vier, fünf Jahre.

Sahin, Piszczek und Kirch fehlen verletzt

Und sein Trainer Jürgen Klopp traut der Mannschaft durchaus eine Überraschung zu. „Wir sind nicht chancenlos, obwohl der Punkteabstand riesig ist“, sagte Klopp. Vor der Partie des Tabellenzehnten gegen die auf Platz eins rangierenden Münchner will Klopp „nicht viel quatschen, sondern versuchen, ein ordentliches Spiel zu machen“.

Auf Augenhöhe sieht der BVB-Coach sein Team gegen den Meister und Pokalsieger derzeit nicht. Auf Nuri Sahin, Lukasz Piszczek und Oliver Kirch, die alle verletzt sind, muss Klopp gegen die Bayern verzichten.

Lahm möchte, dass Guardiola noch drei Jahre bleibt

Bei den Bayern haben sie als souveräner Tabellenführer derweil auch noch andere Dinge im Kopf als das Duell mit den Erzrivalen. Philipp Lahm hat sich für einen Verbleib von Trainer Pep Guardiola beim FC Bayern München bis zu seinem eigenen geplanten Karriereende in gut drei Jahren ausgesprochen. „Guardiola ist super - ich würde mir wünschen, mit ihm meine Karriere hier beim FC Bayern 2018 zu beenden“, sagte der Kapitän des Fußball-Rekordmeisters in einem Interview des „Münchner Merkur“ (Donnerstag). Tsp (mit dpa)

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