FC Bayern : Rensing gegen Beckenbauer: "Seine Kritik ist Schwachsinn"

Bayern-Torwart Michael Rensing wehrt sich gegen die Kritik von Franz Beckenbauer. Diese sei "Schwachsinn". Der Kaiser hatte Rensings Leistung in Stuttgart als "amateurhaft" eingestuft. Derweil reißen die Transfergerüchte beim deutschen Rekordmeister nicht ab.

Michael Rensing
Bayern-Torwart Michael Rensing wehrt sich gegen die Kritik von Franz Beckenbauer. -dpa

MünchenRensing gegen Beckenbauer, Breitner pro Rensing und immer wieder neue Transfer-Gerüchte - der FC Bayern München kommt auch in der Weihnachtspause nicht zur Ruhe. Nach den harten Worten von Franz Beckenbauer gab Torwart Michael Rensing dem Bayern-Präsidenten Kontra. "Seine Kritik ist Schwachsinn", konterte der 24 Jahre alte Fußball-Torhüter in der "Bild"-Zeitung die Attacken Beckenbauers.

Rensing regt sich über Besserwisser auf

Der Kaiser hatte Rensing beim 2:2 in Stuttgart am vorigen Samstag eine "amateurhafte" Leistung attestiert und die Schuld am späten Ausgleich gegeben. Rensing verteidigte sich: "Bei der Ecke stehen drei, vier Leute direkt vor mir. Außerdem wurde ich gefoult. Da ist jede Kritik hinterher Käse. Vor allem von Leuten, die nie selbst im Tor gestanden sind und alles besser wissen wollen."

Seit Rensing die Nachfolge von Oliver Kahn als Nummer 1 im Tor des Rekordmeisters getreten hat, ist Kritik sein ständiger Begleiter. Doch der Schlussmann lässt sich davon nicht beeindrucken und stellt selbstbewusst fest: "Ich bin die Nummer 1 und habe diesen Status durch Leistung bestätigt." Paul Breitner, Berater des Klub-Vorstands, steht dem jungen Keeper bei. "Ich sehe seine Entwicklung sehr, sehr positiv", sagte der Weltmeister von 1974 der Münchner "Abendzeitung".

Breitner steht Rensing zur Seite

Bei Rensing gehe immer ein Aufschrei durchs Land. "Nur, weil er stets an Kahn gemessen wird. Das ist doch ungerecht", findet Breitner. Beckenbauer reagierte in "Bild" gelassen auf den Rensing-Konter und sagte: "Wer gibt schon gerne Fehler zu?". Dem in die deutsche Nationalelf strebenden Kahn-Erben droht derweil Konkurrenz im Verein. Angeblich sind die Bayern hinter Kameruns Nationaltorhüter Carlos Kameni von Espanyol Barcelona her. Der 24-Jährige könnte im Sommer 2009 ablösefrei wechseln.

Auch der ehemalige französische Nationaltorwart Sébastian Frey (28) vom AC Florenz geistert durch die Medien, seitdem sich Franck Ribéry für ihn stark gemacht hat. Außerdem im Gespräch: Der Pole Artur Boruc (28), Keeper bei Celtic Glasgow in Schottland. Als ganz heißer Kandidat in der Gerüchteküche wird Alexander Baumjohann (21) gehandelt. Das Mittelfeld-Talent von Borussia Mönchengladbach soll laut "Kicker" seine mündliche Zusage gegeben haben und im Sommer nach München kommen.

FC Bayern soll Interesse am Schotten McGeady haben

Schottische Medien melden ein Bayern-Interesse am irischen Nationalspieler Aiden McGeady (22) von Celtic Glasgow. Bereits in der Rückrunde kann Trainer Jürgen Klinsmann mit dem Amerikaner Landon Donovan (26) planen, der bis März von den Los Angeles Galaxy ausgeliehen wurde. Angesichts wachsender Konkurrenz im offensiven Mittelfeld will Youngster Toni Kroos die Bayern in der Winterpause verlassen, doch der 18-Jährige erhält keine Freigabe.

So gut wie sicher ist dagegen der Wechsel von Ivica Olic vom Hamburger SV spätestens zur neuen Saison. Spekulationen über ein Tauschgeschäft mit Lukas Podolski kommentierte HSV-Chef Bernd Hoffmann am Mittwochabend nach dem 3:1- Erfolg der Hanseaten gegen Aston Villa nicht. (mbo/dpa)

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