FC Bayern : Rummenigge: "Jürgen ist Spagat gelungen"

Versöhnlicher Jahresabschluss: Vor der Weihnachtspause in der Fußball- Bundesliga hat Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge noch einmal die Arbeit von Jürgen Klinsmann gewürdigt. Der Gelobte schickt unterdessen eine Kampfansage an die Konkurrenz

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Haben zueinander gefunden: Jürgen Kliensmann (links) und Karl-Heinz Rummenigge -Foto: dpa

"Wir mussten eine Balance finden. Auf der einen Seite sind die Werte, die uns immer den Erfolg beschert haben. Auf der anderen der Fußball, der nun mal moderner geworden ist. Ich glaube, dieser Spagat ist Jürgen sehr gut gelungen", sagte Rummenigge der "Welt am Sonntag". "Wenn ich sehe, wie fit unsere Spieler sind. Oder wie sie sich individuell teilweise verbessert haben. Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger. Selbst Franck Ribéry hat sich noch gesteigert. Diese Verdienste Klinsmanns sind unverkennbar."

Klinsmann richtete unterdessen nach 16 Pflichtspielen ohne Niederlage eine Kampfansage an die Konkurrenz. "Wir müssen keine Angst mehr haben, vor keiner Mannschaft der Welt", erklärte der Bayern-Coach in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" und warf die Frage auf, ob Hoffenheim in der Bundesliga ein großer Bayern-Rivale werde oder doch eher für die Konkurrenz hinter den Münchnern ein dauerhafter Gegner.

Respekt für Hoffenheim

"Ich weiß nicht, ob es für uns das große Duell wird. Aber Hoffenheim wird auf Dauer einen europäischen Startplatz für sich in Anspruch nehmen", sagte der 44-Jährige, "das heißt: Die Konkurrenz ist größer für Hamburg, Leverkusen, Schalke, Bremen und Stuttgart. Es wird ein internationaler Platz fehlen, weil dieser Platz von Hoffenheim besetzt wird." Spiele gegen einen Gegner wie Hoffenheim mit hohem Tempo seien für die Bayern wichtig, um sich auf die Aufgaben in Europa einzustimmen. "Das brauchen wir, um uns international messen zu können."

Rummenigge äußerte zum wiederholten Male Bedenken über die Situation des Fußballs in der Folge der internationalen Finanzkrise. "Für Deutschland ist bislang noch nicht klar, wo die Reise hingeht. Trotzdem denke ich, dass wir alle gut daran tun, in einer Situation wie dieser die alten Kaufmannsgesetze zu berücksichtigen und das Geld erst einmal zusammenzuhalten", mahnte der Vorstandschef und regte erneut an, die Gehälter an Umsätze der Clubs zu koppeln.

Wie es für 2009 aussieht, konnte Rummenigge nicht sagen. "Ich hoffe, dass die Krise den deutschen Fußball nicht mit voller Wucht erreicht. Ich bin mir nicht sicher, wie es sich künftig zum Beispiel im Sponsoring verhält. Wir sind derzeit zwar relativ stark in Europa aufgestellt. Aber wer weiß, wie viele Firmen negative Überlegungen anstellen und ihr Sponsoring kürzen oder ganz beenden wollen. Das würde einen großen Einschnitt geben. Insgesamt sind die deutschen Vereine nicht so schlecht aufgestellt, da wir in der Vergangenheit sehr rational gehandelt haben." (mfa/dpa)

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