FC Bayern : Sorgen im Münchner Sturm

Kloses Einsatz ist gegen St. Petersburg fraglich.

München - Luca Toni gesperrt, Miroslav Klose angeschlagen - Pokalsieger Bayern München plagen vor dem Uefa-Pokal-Halbfinale gegen Zenit St. Petersburg Sturmsorgen. Klose, der eigentlich mit seinem Nationalmannschafts-Kollegen Lukas Podolski im Hinspiel morgen (20.45 Uhr, live bei Sat.1 und Premiere) in der ausverkauften Münchner Arena Tore schießen soll, laboriert an einer Fußverletzung. Im Pokalfinale gegen Borussia Dortmund (2:1 n.V.) hatte der Angreifer am Samstag einen Schlag auf den Fuß erhalten, eine schmerzhafte Entzündung behindert den Angreifer.

Am Dienstag konnte Klose nicht trainieren, sondern musste stattdessen intensiv behandelt werden. „Hinter seinem Einsatz steht ein Fragezeichen“, sagte Bayern-Sprecher Markus Hörwick. Ein Ausfall von Klose würde die Bayern hart treffen, zumal schon der nach der fünften Gelben Karte gesperrte Toni zuschauen muss, der in den letzten vier Pflichtspielen jeweils zweimal getroffen hatte.

„Es ist schade, dass Luca nicht dabei ist. Er hatte gerade einen schönen Lauf. Aber bislang haben wir noch jeden Ausfall auffangen können“, sagte Mittelfeldspieler Mark van Bommel. Die Antwort, wer anstelle von Toni, der mit zehn Treffern die Nummer eins in der Uefa-Cup-Torschützenliste ist, die Tore schießt, gab Podolski: „Die anderen Zwei, die vorne spielen“, sagte der Nationalspieler forsch. Klose und Podolski haben ihm laufenden Uefa-Pokal- Wettbewerb jeweils fünfmal getroffen.

Geschont wurde am Dienstag beim Training des Rekordmeisters Franck Ribéry. Der Einsatz des Franzosen ist aber nicht gefährdet, der lauffreudige Mittelfeldspieler sollte lediglich neue Kraft schöpfen nach den 120 anstrengenden Final-Minuten von Berlin. Keine Schonung erlegt sich dagegen van Bommel auf: Der Niederländer stand auch an seinem 31. Geburtstag mit gebrochener Nase auf dem Trainingsplatz.

Nach der verschobenen Operation, zu der ihm die Ärzte eigentlich geraten hatten, will er im Spiel zudem auf einen Gesichtsschutz verzichten. „Man muss ein bisschen auf die Zähne beißen. Man muss nicht übertreiben, so schlimm ist eine gebrochene Nase nicht“, sagte der Mittelfeldspieler.

Viele Details über den Gegner konnten die Bayern-Profis zwei Tage vor dem Spiel noch nicht berichten. Gewarnt sind sie trotzdem durch den Viertelfinal-K.o. von Bayer 04 Leverkusen gegen den russischen Meister, der bereits am Dienstag nach München reiste. „Die darf man nicht unterschätzen“, sagte Podolski. Bekannt in Deutschland ist allein Trainer Dick Advocaat, der von November 2004 bis April 2005 ein kurzes, erfolgloses Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach gegeben hatte. Van Bommel schätzt seinen Landsmann und ehemaligen niederländischen Bondscoach als gewieften Taktiker: „Er ist zwar ganz klein – aber ein großer Trainer.“ dpa

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