FC Schalke 04 - Hannover 96 1:0 : Schalke gewinnt Spiel und verliert Huntelaar

Der FC Schalke 04 startet zwar vom Ergebnis gegen Hannover 96 her erfolgreich in die Bundesligarückrunde - muss jedoch nach einem Blackout fürs Erste auf Klaas-Jan Huntelaar verzichten.

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Rückschlag trotz Sieg: Klaas-Jan Huntelaar dürfte dem FC Schalke 04 nach seiner Tätlichkeit einige Wochen fehlen.
Rückschlag trotz Sieg: Klaas-Jan Huntelaar dürfte dem FC Schalke 04 nach seiner Tätlichkeit einige Wochen fehlen.Foto: dpa

Als der Schusspfiff ertönte, ging ein Raunen der Erleichterung durch das Stadion. Mit einem 1:0 (1:0) hatte der FC Schalke 04 seinen Gast aus Hannover besiegt und damit einen gelungen Rückrundenstart hingelegt. Es war ein hart erkämpfter und am Ende glücklicher Erfolg für die Mannschaft von Trainer Roberto Di Matteo, die aber trotz aller weiterhin existierenden Probleme im Spielaufbau einen ersten Erfolg im noch langen Kampf um die Champions-League-Plätze für sich verbuchen konnte. Allerdings müssen die Schalker in den nächsten Wochen in der Bundesliga auf Klaas-Jan Huntelaar verzichten, der nach einem Frust-Foul an Manuel Schmiedebach kurz vor dem Ende die Rote Karte gezeigt bekam.
Es war ein sehr zurückhaltender Beginn, den die Schalker den 61646 Zuschauern in der Gelsenkirchener Arena in der Anfangsphase anboten. Mit Torhüter Fabian Giefer, der für den am Kreuzband verletzten Ralf Fährmann im Tor stand, und Winter-Neuerwerbung Matija Nastasic in der Innenverteidigung standen zwei neue Defensivspieler auf dem Feld. Sicherheit und Risikominimierung zuerst war deshalb zunächst die Devise. Die Hannoveraner konnten aufgrund der Schalker Zurückhaltung die Initiative übernehmen. Mit ein wenig mehr Ruhe beim Torabschluss hätte Leonardo Bittencourt die Niedersachsen bereits nach acht Minuten in Führung schießen können. Er scheiterte.

FC Schalke 04: Marco Höger plötzlich völlig ungedeckt - 1:0 für S04


Es dauerte rund 20 Minuten, bis der Ruhrgebietsklub ein wenig mehr Offensiv-Elan zeigte und versuchte, Angriffe zu entwickeln. Allerdings schien Max Meyer, der als einziger Kreativbeauftragter auf dem Feld stand, zeitweise überfordert zu sein, weil er keinerlei Unterstützung von seinen Kollegen bei dieser Aufgabe erhielt. Kevin-Prince Boateng saß als Ersatzspieler lediglich auf der Bank. Vielmehr war es Christian Fuchs, der nach 29 Minuten mit einem Blackout für Gefahr sorgte. Seinen haarsträubenden Rückpass zum eigenen Tor konnte Fabian Giefer mit letztem Einsatz gerade noch klären. Dass die Schalker dennoch in Führung gingen, hatten sie einer indisponierten 96-Abwehr zu verdanken, die nach einem abgewehrten Eckball der Schalker ihre Bemühungen einstellte und eben Fuchs flanken ließ. Marco Höger verwandelte völlig ungedeckt mit einem Flachschuss zum 1:0.
Danach nahm die Partie mehr Fahrt auf. Die Schalker hatten durch Jan Kirchhoff noch eine Kopfballmöglichkeit, die Torhüter Ron-Robert Zieler mit einem bravourösen Reflex vereitelte. Verteidiger Benedikt Höwedes rettete in letzter Sekunde und spektakulär gegen den einschussbereiten Joselu, der Giefer bereits ausgespielt hatte und zum Verwandeln bereit war. Ähnlich schwerfällig wie zu Beginn der ersten Hälfte begann der Ruhrgebietsklub auch den zweiten Durchgang. Und auch in diesem Abschnitt verpasste es das Team von Tayfun Korkut, einen frühen Treffer zu erzielen. Nach einem intelligent vorgetragenen Konterangriff scheiterte Jimmy Briand nach 48 Minuten an Torhüter Giefer


Es entwickelte sich eine umkämpfte Partie, in der sich Fabian Giefer auch noch eine Slapstick-Einlage leistete. Als er den Ball wegschlagen wollte, schoss er Joselu an und der Ball verfehlte nur ganz knapp das leere Schalker Tor. Unmittelbar danach verpasste Hannovers Christian Schulz seinem Kopfball so viel Effet, der er von der Schalker Torlinie wieder ins Feld sprang. In diesem Abnutzungskampf war der FC Schalke das glücklichere Team. Die Gelsenkirchner verteidigten ihre Führung mit letzter Kraft, Hannover rannte unentwegt an, brachte den Ball aber einfach nicht über die Torlinie. Die Rote Karte von Huntelaar trübte die Freude der Schalker über den Auftakterfolg dann aber deutlich.

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