Sport : Fecht-Cheftrainer verzichtet auf WM und läßt das Amt ruhen

Emil Beck hat im Fechter-Streit eingelenkt. Gestern erklärte der Cheftrainer des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB) beim Vermittlungsgespräch in Tauberbischofsheim gegenüber DFeB-Präsidentin Erika Dienstl, dass er sein Amt als Cheftrainer vorerst ruhen lassen und nicht zur Weltmeisterschaft Anfang November nach Seoul (Südkorea) fahren werde. "Wir brauchen Erfolge bei den sportlichen Höhepunkten, der WM in Seoul und den Olympischen Spielen in Sydney. Und ich werde dazu wie gewohnt nach Kräften beitragen. Und damit nichts von der Sache und unserem Bemühen nach Erfolg ablenkt, habe ich mich entschlossen, nicht mit der Mannschaft zur WM zu fahren, die Matthias Behr, den bestmöglichen Betreuer, in ihren Reihen hat", sagte Beck.

Behr war dem Vermittlungsgespräch ferngeblieben. Sein Anwalt Fritz Himmelsbach erklärte, dass er Behr zu diesem Schritt geraten habe, da Beck seine Vorwürfe gegenüber dem Internatsleiter bisher nicht zurückgenommen habe und daher "eine vertrauensvolle Gesprächsbasis" fehle. Bundestrainer Alexander Pusch begrüßte die Entscheidung Becks: "Ich finde das gut, die Schlammschlacht ging lange genug."

Beck war in die Kritik geraten, nachdem er am 29. Juni in einer Trainersitzung seinen Mitarbeitern Matthias Behr und Alexander Pusch nahe gelegt hatte, ihre Beschäftigungsverhältnisse am Olympiastützpunkt zu beenden. Daraufhin hatten sich zahlreiche Athleten für Pusch und Behr stark gemacht. Außerdem wurden Vorwürfe über die Amts- und Personalpolitik Becks laut. Diese gipfelten in der Forderung von Degen-Olympiasieger Arnd Schmitt, der Beck am Sonntag den Rücktritt nahe gelegt hatte.

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